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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen «Historie Altes Testamentes

ten nrrrv; und er nicht nur mit Waffen, sondern auchdurch die Magie mit einander gestritten. Und endlichnennet ein alter Scribent >) den Bactrianischcn Kö-nig nicht sondern 0XV4K1H.1, und scheinet

also im Nahmen ein Irrthum vorgegangen zu seyn.

Sonst gedenckek man noch eines grossen pluloibplumCbaldäa, welcher «Li.v8 geheisseu, und dem dieKönigin mitten in der Stadt Babylon ei-

nen Tempel gebauet, auf welchem das Gestirn oblel-u>rcr worden. b) Wiewohl auch bey diesem, gleich-wie bey dem vorhergehenden, alles auf Ungewißheithinaus laustet. Sofern aber etwas dran seyn solle,konte man schließen, daß dieser r-Li-vs zu seiner Zeit eingrosser Liebhab« der Astronomie gewesen.

Bey den EgYPtern ist r>'Lkcv«w3, 7ki5öik6in-v; alsder Vorgänger in ihren Wissenschastten berühmt. Erhieß bey ihnen -r»nvi-n»oder s«.-, T-norn, wo-von sie auch den ersten Monath im Jahre benennet,Griechisch l) Den Zunahmen msnx-

slnvz bekam er von seiner unvergleichlichen Gelehr-samkeit. m) Wer aber dieser ^k.kcv»iv5 eigentlichgewesen, kan man sich nicht vergleichen. Der einewill Adam, der andere Henoch, der dritte Mosen,der vicrdte Joseph, der fünffte Canaan, den SohnLhams, der sechste Arhor, den Sohn nrnis, einenEgyptischen König, u. s. w. darunter verstanden Ha-ben- n) Andere kommen gar darauf, daß unter dergantzen Fabel GOtt selbst gemeynet werde, n)

Sonst erzehlet Man, daß Ekcvxlvz oder Nkirracsdes Königes ozurio» in Egypten geheimer Rath ge-wesen, welcher ihn stets, auch in seinen Feld-Zügen,begleitet, p- Er Habe viel Dinge zum Nutzen desmenschlichen Lebens, und sonderlich die Rcde-Runstund die Buchstaben erfunden Nächst der Astro-nomie schreibet man ihm die Medicin, die Musicund viel andere Künste und Wissenschastten zu. Ei-nige wollen beweisen, daß er den wahren DreyeinigenGOtt erkannt, und von den Engeln und Teufeln vielhohe und verborgene Dinge gclehret, welche und an-dere Geheimnisse er unter den Hieroglyphischcn Fi-guren verborgen, und nicht einem iedwedcn, sondernnur den Priestern und Weisen erkläret, g)

Gleichwie aber diß und anders, was von ihm ge-meldet wird, bey dcn duncklen und gegen einander lauf-fenden Nachrichten, auf grosser Ungewißheit undblossen Muthmaßungen beruhet: also ist es auch mirseinen Schrifftcn nichts anders, als ein eiteles undungegründetcs Gesperrt. Er soll 20000. oder nach an-

i) DI0.20KV8 8lLV ÜV8 bibüocb. Ki4. üt>. 2 . cap. 6.k) VI 000 KV 8 3ILVI.V5 kibüorb. Kitt. Iib. 2 . cap.6 I)LV LslVS, praeprr-k. Luariß-I. üb. I. crp.y. m)

1°IV8 äiuinsr. müitur. Üb. l. csp.6. n) KV8L8IV8 l c. cir.üb. Y. ?4SX8U4brV8 in can. ckrnn. fec. !. p-Z5- I^LOvV8

?LMXOS!lV8, orixin. 4^)-pl. csp- 22 . V. LUKtt?. X8.IL68-7»I-Vb>ktV8 übro cnnieÄanevrum «je LcrmsiiicLe ßenris »lißine ac cnniütoie Uermete 2?i-isiDexiU. o) ULKN NHV8COX>eld:6IV8 se liermetic, mecücin, cap. I. p ) VIOOO-^V!> 81LVbV8jük. l. q) .^1'ULdI^8lV8 in

ffiiing. o yib 6e mumiis ksrr. 2. cap. z. ir.in Oerüpot):Ot)OXV 5 5 t^Vt.V 8 loe. eie,

derer Bericht, z6;25- Bücher geschrieben haben, r)Diß wollen einige, weil es nicht glaublich seyn kan,lieber von Versen 5^ oder Blättern r) verstehen.rttonLü 6äi.xv5 aber, welcher den i/>wl.icttv>l, si>solches meldet, erkläret hak, scheinet am nächstenzum Ziele zu treffen, wenn er anmercket, daß alle Egy-ptische Vkniotopbi ihre Bücher unter dem Nahmen>iykcv«ii heraus gegeben, weil sie nemlich seine Mey-nungen in sich fassen sollen. Auf solche Weise nunmusten derselben freylich nach und nach eine gross«Menge zusammen kommen, u)

Andere x^) wollen dem erster» und ältesten nrocv-kio gar keine Bücher zueignen, weil selbiger vielmehrseine Lehren mit einer geheimen Schrifft oder mir Hie«roglyphischen Figuren auf gewisse Säulen, so in un-terirdische Hölengesetzet, und auch Griechische8iringergcnennet worden , geschrieben, welche nachmahls ei«anderer r^kev-nvn, dessen Zeit man nach Mosen odergar nach setzet, abcopiret, und in den Tempelnverwahren lassen. 7) Und dieses sind keine unebeneGedancken; doch wenn man alles von den neiecvkn;,so viel es möglich ist, bey dem Lichte bestehet, si>tappet mandoch im Dunckcln, und weiß nichts Zu,verstchrlicheS aufzubringen.

Indessen träget man sich noch heutiges Tages miteinem Buche ELLVKII I-KISESI^I, koimanllcr ge-nannt, welches rkänciscv; rmx von czi»oül.L, Bt«schoff zu t^ire in Oal'cogne Anno 1574 griechisch nndlateinisch ans Licht gestellct- Diesem istie»5SLl.v- gefolget, und Hat des ^circvkn Schrifftenmit weitläusstigen Lun nirnrani; Heraus gegeben. Siesind erstlich zu Cracaui; 86 . undnachgehendSzuCölln1620. aufgeleget worden. Allein man siehet leicht,daß es Gedichte sind, welche ein solcher Mann zusanr-mcn geschmieret, der da scheinet ein Zwitter von ei-nem Christen lind Platonischen kbilolopko gewesenzu seyn. r)

Daß übrigens die Medicin bey den ältesten Egy«ptern bekannt gewesen, lässet sich aus der HistorieJosephs crmässen. sMoses hat auch ohne Zwei-fel die Chymie von den EgYPtern erlernet, sonst wür-de er das goldene Kalb nicht so leicht Haben zu Pul-ver machen können, b) wie er den» überhaupt in al-ler Wcißheit der Egypter auferzogeu worden, c) Eshat zwar uekiaLnnvs coinunsivs 6) die Ehre der Mc,

dicin

r) l^ 7 » 1 LbILttV 8 äe m^kerür Lx/priorum teät. 8- c-p. i.

s) 84 !^. soctt-'rk'rvs incanzzn. üb. l. c 15. c) LLOK6.

KIOIO: V8 bitt. pkünsnpk. üb. 1. c»p. 6. u) Lonf. b IO.^KSbic!Lc:V8 8 VOVKV 5 l-ültor. ci.clet.vek. r-ü-m. karr. I.paß. Z ^6. x ) IOSSIieL8 ^^K8U^Ü1V i» car>. cbro-

n->ü>ß 7) l iIvUSbicttV8 I»c. cir. csp. 2.^1SirLLl.bIbIV8 biüor. üb. 22. csp. IZ. cum nnkis V^bL8^r)e»n 5 Iv ibl. ^b»MrV8 k^kKiciVS in t>ibl>tktca ßrze-cs üb. 1. c,p. 7. 5 ec,q. v,'H8rV8 in äeßy-

priacis üb I. rap. Z Sc üb. 2 csp. ») 6cnet. b, I.c«nf. uiouoirvs 8ICVI.V8 ioc. cic. «L^OOOrV8 üb. 2./iVbV8 6üKblV8 nvKiuin .^rticsr. üb. io. c. 10. b) kxoc!»XXXII, 20. c ) VH, 22- S ) üb. äe Uermeuc» Läeäiciaii.