I. periofl. III. Lap. Vom Kirchen - Reglinente.
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dicin und Chymie, nach Art der Griechen / den Egy-ptern abzudisputiren gesucht, es ist aber von andern e)Las Gegentheil mit mehrerm Beyfall behauptet worden.
XII.
Was ist von der ersten Sprache an-zumcrcken?
Weil die Sprache der Menschen bey dem Babylo-nischen Thurn-Bau, davon im V. Capitel zu melden,dergestalt'verwirret worden, daß eine fast unzähligeMenge Sprachen in der Welt entstanden, so fallensonderlich zwey Stücke zu bedencken vor,
1. Ob die erste Sprache noch vorhanden?
2. welches die erste Sprache gewesen?
Das erstere, daß die erste Sprache, deren sich dieMenschen vor der Sund-Fluch bedienet, nicht mehrvorhanden, bemühen sich verschiedene f) zu erweisen;sie bauen aber auf «»gegründete Gedanckcn, und bil-den sich ein, daß die Sprachen-Verwirrung erst aufdie Zerstreuung der Völckcr erfolget, bey welcher Zer-streuung also auch die erste Sprache verlohren worden.
Allein Moses belehret uns eines andern, indem erdie Sprachen-Verwirrung gantz deutlich der Zerstreu-ung vorsetzet, g) Nun ist aus der gantzcn Historiehievon klar genug, daß nur derjenigen Sprache ver-wirret worden, welche das GOtt mißfällige Merckdes Babelischen Stadt-und Thurn-BaucS unternah-men. Da aber Niemand sagen wird, daß Sem undseine fromme Nachkommen, worunter auch damahlensein Enenckel Eber gehörete, sich der Missethat desgrossen Hauffenö theilhafftig gemacht Haben, so ist esauch eine offenbare Folge, daß sie mit der Straffesind verschonet, und also bey ihrer ersten Sprache ge-blieben , welche sodenn vom Eber und dessen ansehn-lichen Familie die Ebräische oder Hebräische ge-nennet worden.
Aus diesem nun, was von Uberblcibung der erstenSprache gesaget worden, fliestet auch zugleich die Ant-wort aufdie andere Frage: Welches die erste Sprachegewesen ? nemlich auser allen Streit die Hebräische.Denn auser dem, was gesaget worden, hat man nochfolgende Beweis - Gründe:i. Es sind alle Nahmen der Menschen vor und nachder Sünd-Fluth, bis auf die Zeit der VabelischenVerwirrung, Hebräisch, oder können aus keinerandern als derHcbräischcnSprache hergeleitet wer-den ; wie denn auch zum öfftcrn die Ursachen bey-gefüget worden, warum dieser oder jener also be-nennet worden, li) Man hat sich auch nicht andie Einwendung zu kehren, als hätte Moses dieNahmen aus der ersten Sprache in die Scini-8e übersetzet, >^> wie man sonstcn auch bey andernEcribenten erweisen will, daß sie dergleichen Uber-
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setzungen aus einer Sprache in die andere, doch bloßin besonderer Absicht, und nicht in einer gantzen Hi-storie, vorgenommen. ich Gewißlich, da Mosts sonstI andereEgYptischeNahmen getreulich in ihrerSpracheanführet , I) so ist nicht zu vermuthen, daß er sich inden Nahmen der Patriarchen einer Übersetzung soltebedienet haben,ist auch die geringste Spur davon nichtanzutreffen. Zu geschweigen, daß Mosts solcherge-stalt doch die erste Sprache müste verstanden haben,sonst hätte er keine Übersetzung machen können. Soer aber sothane Sprache verstanden, so kau man sichnicht einbilden, warum er derselben so gar mir keinemWorte gedacht hätte. Doch, es ist gar nicht nöthig,sich auf diesen Einwurff einzulassen: man darff ihnnur vcrwerssen, so ist er wiedcrlegek.
Es sind auch endlich diese Schwierigkeiten leicht zuHeben, da man entgegen setzet: Es wären einigeNahmen st> töemiret, dafr sie vielmehr fremde,als Hebräisch schienen; über dieses könne manauch etliche aus andern Sprachen, sonderlichder Chaldäischcn, gar wohl herleiten. Das erstebetreffend, so ist gnug, daß die Wurtzel des Nahmenspur Hebräisch ist, ob man wohl wegen der koemsiio»keine so genaue grammakicalische Ursachen beybringenkan; allcrmaffen bey den dlomMibu; yroprii; dißsallsin allen Sprachen viel besonders anzutreffen. Denandern Punct zu beantworten, findet man, daß,wenn sich ein Nahmen auch aus einer andern Spra-che herleiten lässet, solche Sprache mit der Hebräi-schen gar nahe verwandt ist; deswegen aber folget nicht,daß der Nahme nicht an und für sich selbst einen He-bräischen Ursprung habe. n)
2. Es ist nicht obenhin anzusehen, daß man fast inallen Sprachen Spuren von der Hebräischen an-trifft, wie die bexiL2 Mrmouica o) bezeugen,z. In keiner Sprache drucken die Nahmen der Thieredie Natur derselben so wohl aus, als in der'He-. bräischen; daher muß diese ohne Zweifel die Spra-che seyn,worinnen Adam die Thiere benennet hat. p)Dieser wichtigen Gründe ohugeachtet finden sichsolche, die lieber eine andere, als die Hebräische, vordie erste Sprache ausgeben wollen. Der Bischofs zuLyrux in Syrien vneoooüxi-vx Hält die Syrische vordie erste Sprache, <z) welche Meynung auch imniEzu vertheidigen suchet. Unter den neuerngiebet i-vvovlcvx ri,i.,rx ov I>IU r) der Chaldäischcn,oder Chaldäisth-Syrischen die Ehre. Andere sindvor die Griechische, als e^i-iriLinx? , andere vor dieCimbrisihe, andere vor die Lettische oder alrdeut-sche Sprache, als «rcz«vx, auf den Kampff-Platzgetreten; alle aber haben solche Wiederleger gefunden,
welche
k) in vcrüone I) 6en. xrl, 45. m)
Lonk. 6XLQOXII lexicnn ssnÄum nominum Icripiurze sg.
> rse prnpriorum. n> Vici. b. lO^N. SVOOLV8
U. L. V.p»rk. I. p. 190. ieq. Lonf. v. 0. IO/.LM/U V8ditMf. eccleti.iü. ver. rest-im. p. 40. n ) 8LIUici)-I.LX!, , cXVLlQLItl , »OI7-l«6L7U, 6VI-
LNaliTI, slioi-umqne. p ) 6enet. Il, 19. 20.in Leneüa. r ) Oillerttk. xrselimin^ri lujier üb, I. c 4.