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Kirchen-Historie Altes Testamentes
nicht nöthig mit solchen Vernünsstlern zu äi-lpmiren, weil sie das Haupt-princi^ium, dar-nach die Sache beurtheilet werden muß, aufdie Seite stnen.
7. was gegen den Rasten und dessen LapZcirätso vielerley Thiere zu beherbergen eingewen-det wird, ist oben schon beantwortet. Nurkan inan hier noch mercken, daß nicht alles be-sondere Arten der Thiere sind, welche man-chen dergleichen zu seyn scheinen. Denn, zumExempel, alte Hunde zusammen machen eineArt, daß aber einer groß, der andere klein, dereine dickkopffig, der andere spuzköpffig u. s f.ist, kan theils der Witterung und Art verschie-dener Länder, theils der Vermischung, deinLurrer und viel andern Ursachen, die auch beyden Menschen zu oblermren, zugeschriebenwerden, u)
Nachdem nun das Gewässer der Sünd-Fluthizo.Tage, wie öden schon gedacht worden, überhand ge-nommen, gedachte GOkt an Vloah, und an ables, was bey ihm in dem Rasten war, das ist, ergab ihnen seine Gnade zu erkennen, welche sie bald ausdiesem ihren bisherigen Gefängnisse führen solte; in-dem er Wind auf Erden kommen ließ, x) welcherohne Zweifel warmer Natur war, und die Wasser aufder Oberfläche verdünnete, und in einem subtilen Ne-bel auflöseke, welcher sich wiederum in die obere Lufftverbreitete, woher der Regen vormahls war herabgefallen.
Gleichwie nun von oben dem Regen gewehrct, unddas Wasser durch den Wind vermindert ward: alsoverbarg es sich von unten auch wieder in seine Canäleund Holen, und war in 17. Tagen so viel gefallen,daß sich der Kasten auf dem Gebürge Ararat in Arm-mien niederlassen konte. y)
Am zehenden Tage des zchenden Monden sahen derBerge Spitzen Herfü r, und nach 40. Tagen ließ Vloaheinen Raben aus dem Kasten, der flog immer hin undwieder her, bis das Gewässer vertrocknete. Nach-mahls schickete er eine Taube aus, welche, weil sie nichtRuhe finden konte, wieder zu ihm in den Kasten kam,worauf er noch zweymahl dergleichen Bothen, einenjeden nach sieben Tagen aussandte, davon der erstereum die Vesper-Zeit wieder zurücke kam, und ein Oel-Blat in seinem Munde mit sich brachte, daraus Vloahabnehmen konte, daß das Gewässer auf Erden starckabgenommen hätte. Worauf er am. ersten Tage desersten Monden das Dach von dem Kasten abnahm,und endlich denselben am 27. Tage des andern Mon-den, nachdem er über Iahreö-Frist darinen zugebrachthatte, auf göttlichen Befehl mit allem, was bey ihmwar, guittirete. 2)
Wie sZoah hierauf GOtt mit einem Opffer hertz-lich gedancker, und mit neuen Verheißungen und Gna-den-Zeichen in seinem Glauben befestiget worden, undanders mehr, was kurtz nach der Sünd-Fluth erfol-
get, ist so wohl bey Most, als oben im I- und ll. Ca-pitel mit seinen Einstanden anzutreffen.
Von dieser Sund-Fluch sind auch bey dxn heyd-nischcn Scribcnten gar viele Nachrichten anzutreffen,ohngcachtet sie einige besondere Überschwemmungenmit der allgemeinen zu coMunäiren pflegen. Es mel-den aber die Griechen vornehmlich von zwey grossenWasser-Fluchen, deren eine in Böoria undAtticazur Zeit des Königes OLV6I8 , a) und, wie ma»wahrscheinlich ausrechnet, im Jahre der Welt 2292. b)die andere aber in Thessalia unter der Regierung desKönigs VLVc^lckOdU8, c) ohngefehr im Jahr derWelt 2)zo. oder 2540. sich zugetragen, ä)
Es werden aber von beyden viel ungewisse und fa-belhaffte Dinge nach der bey den Griechen gewöhnli-chen Art erzehlet. Man ist nicht gewiß, ob 06 ^ 6^8in der Fluch erhalten worden, oder nicht. Zu VLV-L^bIOdU8 Zeiten aber soll das gantze menschliche Ge-schlechte untergegangen seyn. OLVL^I-ivK und seinWeib welche allein übrig geblieben, hat-
ten nach dem Rathe der Göttin 1klL!vilvI8 Steinehinter sich geworffen, welche zu Männern und Wei-bern geworden, nachdem sie aus der Hand ObVL^-IckOb!I8 odergekommen. Sonst ist vondieser letzter« Wasser-Fluth eine Lpocba oder Zeit«R chnnng bey den Griechen gewöhnlich gewesen, wes-wegen die (chronvlogi destomehr um den genauen An-fang derselben, wiewohl bis dato noch ohne rechte Ge-wißheit, sich Mühe geben, e)
Ob nun wohl aus der Chronologie erhellet, daßdiese Süud-oder Wasser-Fluchen von der allgemeinenunterschieden: so ist doch das Andrucken der letztemdurch jene dergestalt erneuert worden, daß die Scri-bentcn daher Gelegenheit genommen, die Umständevielfältig unter einander zu mischen. Diß erhellet un-ter andern aus einer Stelle desheydnischen klulolopliiüVLl^dU, k) welche folgender Gestalt auf Deutschgegeben werden kan:
was ich bey den Griechen vonveucslione ver-nommen , ist etwa folgenden Inhalts. Es seydas Geschlecht der Menschen, welches Letzt ist,keinesweges von Anfang gewesen, sondern daseheinahligelGcschlecht ganyund gar untergegan-gen- Die letzt lebenden Menschen aber warenvoll dein andern Geschlechte, welches aus demtDcucalione wieder zu einein Volcke erwachsen.Von jenen berichten sie, daß sie Lästerer gewesen,und allerley Schandthaten verübet, den Eyd nichtgehalten, die Fremden nicht beherberget, und denHZothleidenden nicht beygesprnngen. Um dieserUrsachen willen wären sie in großes Elend gera-then
u) 0»„f. i-l)V. K0V8 8'?lüülblO?l.üLrV8 in originibusIscris üb.;. csp 4' §'7- d- LV0OLV8 I»c. cic. psg. 147 -») Senes. VUl. "er!. I- ?) 6ene5, VM. vertt 2. ts«zcj. r)tkeaek. VUl. vsrs. 5- leczcz.
s) cl-bK1LN8 äükXäNOXIRV8 strömst, üb. 1. 0X0-8IV8 Üb. I. b)Viä. XicOI 0 l.V 8 , cbron. rcfarm. 7 om. I.üb. Z. csx. I. con 5 . stV 5 st 8 lV 8 prsepsrsr. st»,nxel. üb. 10.cap. IO. c) OIOVOXV8 8IOVÜV8 üb. z. 87 -st-lstO üb. 9.^V6V8TMV8 ste ciuirsre vei üb. Itz. csp. 10- kUOriVScnö. 186- L'tXIÜl.V8 contrs üb.!, ci) XlL>,IOÜVL
loc. cit. !>K^VIV 5 in rscion. ren^p. ksrr. 2. üb. 2. csp. 9.icem in cbron. siii. e) Lonk. liäem ibiäen,. äs äss 8/ri,Low. l. Oj>5. 660.