Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

85

I. penocj. V. Von dem äuserl. Zustande der Kirchen.

rhen, indem die Erde sofort eine grosse MengeWabere ausgeschüttet, ein hefftiger Platz-Re-gen entstanden, die Flusse angewachHn, und dasMeer so doch angelauffen, daß alles überschwem-met worden und umgekommen. Deucalion alleinaber ist seiner Rlugheit und Frömmigkeit halberübrig geblieben. Er ward aber folgendermaßenerbalren. Er begab sich mir Weib und Rin-dern in einen grossen bey sich habenden Rasten.Ihm folgeren die wilden Schweine, Pferde, Lö-wen , Schlangen und andere auf der Erden le-bende Thiere, von ieder Art ein:paar. Alle die-se nun nahm er auf, und sie thaten ihm keinenSchaden, sondern es war durch göttliche wür-ckung eine ungemeine Einigkeit unter ihnen, undsie fuhren all zusammen in dem Rasten dahin,so lange die Überschwemmung daurete.

Andere gedencken auch so gar der Taube, undman meynet, daß der Rabe des Apollinis eben der-jenige sey, den Vloah aus dem Kasten gelassen, undwas dergleichen Umstände mehr sind, die sich zum Theilgar wohl auf die allgemeine Sünd-Flnth spylicirenlassen. K)

IX.

Was hat man von dem äußerlichen Zustan-de der Welt nach der Sünd-Fluthzu mercken?

Folgende neun Stücke:

I- Die Ausbreitung des menschlichen Geschlechts-U- Die Sprachen - Verwirrung.

III. Den Sodomitischen Rrieg.

IV. Den Sodomitischen Untergang.

V. Das Babylonische Reich.

VI. Das Assyrische Reich.

VII. Das Egyprische Reich.

VIII. Den Zustand der Rinder Israel in Egrpten.Vllli. Die übrigen Volcker.

x.

Was ist von der Ausbreitung des mensch-lichen Geschlechts zu wissen?

Weil VZoah drey Söhne Hatte, nemlich Iaphet,Sem und Chain, so wird nöthig seyn eines iedwe-den Nachkommenschafft ins besondere zu betrachten,und zwar

>. Die Nachkommenschaft Iaphets.

Die Nachkommenschafft Sems.

Z. Die Nachkommenschafft Chams.

XI.

Wie hat sich Iaphets Nachkommenschafftausgebreitet?

Iaphec, der erstgebohrne Sohn Noä, welchervon seinem Vater den prophetischen Seegen erhielt,

s) kl-VlHKLUVS I" litzro: rerrcliris sn o^ustics suinisn-«>L >>Im >»t,c,rir svkln-e? I') Vill. kl.äV 1 V 8 I 08 LPUV 8 ,kontr, lib. I . css>. 4. loc. cir. LV8L-

8IV8 Husnssel. Iii>. 9. css>> 12. 19. Lont. V. IO-

aLM-VIVL diüor. «cclclirk. veccrir reii-im.

5Z-

daß er sehr ausgebreitet werden solle, i) Hak unsdie Erfüllung desselben in seinen Nachkommen bestä-tiget, als welche Enropam, den grössesien Theil vonAsten undAmericam besetzet. Er Hakte sieben Söh-ne , die hiessen : Gomer, Magog, Madar, Iavan,Thubal, Meschech, und Thiras. tz)

Gomer hat sich erstlich in dem Lande, welches nach«gehends Rlein-Asten und ^Tsatolien benennet wor-den, niedergelassen. I) Absonderlich hat er darinnenphrygien, Galarien, Birhynren, Paphlagonienund Cappadocien bevölckerr. m) Von dannen Habensich diese Einwohner bey erfolgtet Vermehrung immerweiter gegen Mitternacht um den rvxinvrz

gezogen, und sind Gomeriren, Llk^XILXll oder LI-ivlLkil benennet worden, n)

Gomers Söhne waren Astenas, Riphak undThogarma. o) Astenas wohnete anfänglich inPhrygien, verbreitete aber seine Nachkommen bisnach Deutschland, welches aus der Übereinstimmungder alten Phrygischen und Deutschen Sprache zu er-kennen, gestalt auch die Juden die Deutschenoder Nachkommen des Astenas zu benennen pfle-gen. p) Dieser Meynung ist auch nicht entgegen, daßIVlIO oder 1'»LVIV8 , unter welchem NahmenX1MLVR.IV8 bey den Alten benennet wird, derDeut«sehe» Urheber gewesen, g) Denn obgleich einige un-ter dem KLLKLVKlO den Canaan verstehen, so istsolches doch nichtausgemacht und vielmehr wahrschein-lich, daß einer von Iaphers Nachkommen diesinNahmen geführet. r)

Der andere Sohn Gomers, nehmlich Riphat,soll zuerst in Paphlagonien gesessen haben. Nach-gehende aber sind vermuthlich die Riphäisthen Ge-ourgevon seinen Nachkommen, die sich daselbst nie-dergelassen , also benennet worden. ;)

Das Volck, so von Gomers dritten Sohne Tho-garma entsprossen , wird von dem Propheten Eze-chrel angeführet, und vor die Cappadocier, welcheauch geheisscn worden, gehalten, r)

Von Magog, den, andern Sohne Iaphets,werden die Scythen und Tarrarn oder Tarern her-geleitet , welche sich in Asm und Europa ausgebrei-tet, sonderlich auch den Gothen und Celten den Ur-sprung gegeben, ja, über die Meer-Enge Anian,odervielmehr das gegen Mitternacht zusammen HangendeL z Land

i ) Oenek. IX, 27. k)6cnes.X,2. I) IO^L-

?UV8 sini^uiksrum luäsicsrum lii». I. cgp.7. LO-

LU^K'rV8, in ru^l-kv. litz. z. cs^>. 8-6L8i-tzI V 3 in tzi'gor. tcclcs. I^Iasck. srk. 6- §-Y- p. 59 - OV-l'I-LIX incmoirc, «ie, ozvi.x!> lik.i.c.I. n)8^!^-I1 V 8 loc. c>r. Lrcck. XXXVIII, 4. lQ8tzkNV8 sncicjuiisr. lu-tzsic.lil,. 17. csp.7- 0) 6-neliX, z. p) ?^Vl.V8 kb 2 kO-UIV8 in snki^uttske ßenris 0 c linßuAe Lclrsrnm scu 6-iIInrukNpsß. ,Z. c, ) IO. LUK. XtzIL 08 !^. dIXV 5 , litzro con-

icÄLneorum 6erwsnicse ßcniis ori»ine sc connicore. r)!». lvaie. rx-idicisc. SVVVLV8 Hin. L«ci°tz v-r. I'-Usm.?srk. r. p-x. 177. eöir.r) 8^1^. tzOLUH'VS loc. cir.c»f». iv. IO^?I. LI. XILV8 Lninmenirr. »6 tz. I. r- Lrerd,XXVII, 14. 5 ^^VLI. LOLUVXIVS loc. cir. r,p. H.