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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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die Mariamne heyrathete, wieder in das KöniglicheSchloß aufnahm. Darüber wurden die beyden Vrü-der unwillig, und entdeckten ihr Mißvergnügen deöfallsmit noch freyern Reden, welche immer mehr dem He-rsdi vorgebracht, und noch mit vielen Zusätzen vergrös-fert wurden, daß Hersdes endlich auf die Gedanckenkam , seinen ältesten Sohn Amiparrum vor seinenNachfolger zu erklären, der denn seines Orts alles bey-irng, den Untergang seiner Brüder zn befördern , undsich also den Weg zur Krone zu bahnen, r)

Als Agrippa aus Asien wieder nach Rom gehenWolke, besuchte ihn Hersdcs vorher, brachte seinenSohn Amip.rrrum mit, empfahl ihm denselben aufdas b ste, und schickte ihn mit vielen Geschencken undBriefen nach Rom, woselbst er vom Augusts und an-dern Großen gar wohl aufgenommen wurde, aber un-ter der Hand immer ftinen Vater wieder seine Brüderdurch Briefe, auf eine tückische Art verhetzt«. HersdcsHieng also selbst zum Augusts, der sich eben zu Aquile-)a aufhielt, nahm seine beyden Söhne Alexandruin«nd Aristsbulum mit sich, und verklagte sie, daß sie

Kirchen. Historie Altes Testamentes

den und Griechen sehr gedrückt, daß sie nicht frey nachchrem Gesetze leben tonten, ohngeachtet sie doch sonsiengrosse Vorrechte und Begnadigungen vor sich hakten,deswegen baten sie den Augnstum um Hülfe, welchesie auch erlangten, in einem öffentlichen B-fehl,den Au-gustus ihrenkwegen ergehen ließ. r)

Daß Herodes um diese Zeit, wegen der vielen Unko-sten,die er bisher drauf gehen lassen, in Geldmangel ge.rathen sey, und deswegen des Davids Grab eröfnct,daselbst auch einen groffen Schatz gefunden, und her-aus genommen habe, solches wird zwar vom Josephserzeßlek, aber von andern billig in Zweifel gezogen, a)An feinem Höft war sonst ietzo eine beständige Unruhe,denn Salsme, phersras und Amipmer fuhren fortdie Söhne der Nnrriamne zu verläumden, Hersdcsließ deswegen verschiedene Leute martern , um etwasHeraus zubringen, einige mochten auch wohl wegen dergroffen Marter ausgesaget haben, daß keinen Grundhakte, darüber wurde er unruhig, feine Unruhe wurdevermehret, als Alexander, der ein Sohn der Maria.M, stellet« , als wenn er würcklich eine Zusam-!>n - n ^ und >Hn harken vergiftirnverfchwerung vorhätte, und dein Herodl solches

aufbringen tonte, sprach Äugustus die jungen Herrenloß, und versöhnte sie wieder mit ihrem Vater, doch er-innere derselbe, da er wieder zu Jerusalem ange-langet war, feinen Sohn Amiparrum zu feinemNachfolger, und nach ihm die Söhne von der Ma-riamne. >-)

Als Hersdes zu Rom war, befchenckte er den Au-gustum mit dreyhundert Talenten, und Augttstus be-schickte ihn wiederum reichlich, gab ihm auch die Frey-heit von seinen Söhnen zum Nachfolger zu ernennen,welchen er wölke, deren er sich denn nach seiner Wie-derkunft, wie gemeldet worden, bedieneke. Bey seinerRückreise traf er Archelaum König in Cappadocienan, der sich freuet«, daß s in Schwieger-Sohn Alexan-der mit seinem Vater wieder ausgesöhnet wäre,da denn

Hcrodis Bruder und Schwester, prslemäum undSapintum, seine vornehmsten Bedienten, als Mik-verschworne angab. Darüber gerkth der alte Tyrannin die äusserste Unruhe, daß er ins Gclag hinein mar-kern und hinrichten ließ, worauf er nur den geringstenVerdacht hakte, biß endlich das nächstfolgende JahrArch laus, König in Cappadocien , gen Jerusalemkam, und alles auf das beste mit einer guten Art bey.legte, b) Daraufgieng Hersdes wieder nach Rom,dem Augusts, bey welchen er feine Söhne hark verkla-get hatte, von ihrer Aussöhnung Nachricht zu geben.In sichrer Abwesenheit hatten die Ränder in Trachom-

L'V H' >.. .gar Sylläus des (Ö'osda Königes o r braver, er

beyde Könige einander reichlich befchenckten, und ver-sster hoher Bedienter, sie in Schutz genommen, undih

gnügt von einander schieden, x)

Im neun und zwanzigsten Jahr seiner Regierung,wurde er mit dem Bau der Stadt Casarea fertig, undweihet« sie auf das prächtigste ein, so daß ihm die Ein-rveihung über fünfhundert Talent kam, hielte auch da-,selbst Spiele, welche alle fünf Jahr sollen wiederholetwerden, dem Augusts zu Ehren,tractirte daallefrem-re Abgesandten, und hielt alle Tage Gastereyen. Nachdiesem bauete er seinem Vater zu Ehren, aufder EbeneCapharsaba oder Capharsalama , die Stadt Anttparris , seiner Mutter zu Ehren das Schloß Cpprsu,«nd seinem Bruder zu Ehren erstlich einen groffenThurm zu Jerusalem , wie der Pharos zu Alexandria

nen die Vestmrg Repta eingeräumet , weil Herodesihm nicht hatte seine Schw ster geben wollen. Hers-des feyerte erstlich zu Jernsalem die Einweihung desvon ihm erneuerten Tempels, hernach dämpfte er imein und drcyßigstcnJahr seiner Regierung die Räuber,kam aber deswegen durch des SyllLi Angeben bey Au-gusts in Ungnade, von welcher ihn Nicslaus Da-maftenus auf eine listige Art befreycte. Hieraufgieng der Lerm mit seinen Söhnen wieder an, welcherendlichstes, mit dem TodedifferunglücksceligcnPrintzenendigte, denn Hersdes schickte sie nach Sebasie, sindließ sie daselbst alle beyde erdrosseln im zweyund drcys-sigsienJahr seiner Regierung, c) In eben diesemJah-

war, den er phäsacl ncnneke, und hernach auch einej re hatt« Zacs-arias der Priester in dem Tempel das Ge-Stadt in dem Thal bey Jericho, welche ereben so ncn-jsichte, von welchen bey dem Evangelisten Lnca Nach-

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Die Jüden in Ast« und Cyrene wurden von den Hei-

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