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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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m. ?er-'o6. V. Sap. Von dem äusserl. Zustande der Kirche.

In dem dreyund dreyßigstenJahrHerodis, entstandeine neue Unruhe an seinem Hofe/ da Antiparer seinSohn und Hcrodrs Bruder pheroras wieder ihn sichvereinigten/ ihn mit Gift hinzurichten. Dieser letzterewar zu dem Entschluß gebracht worden / wegen seinesWeibeö/ von dein sich derjelbige hatte scheide» / und ei-ne von Herodis Töchtern heyrarhcn sollen, welches ersich zu thun gewegert/ und darüber vom Hofe war ver-flossen worden, phersras starb bald/ also fiel Hero-ins Zorn auf den Anriparrmn, welchen er auch »achseiner Zurückkunft von Rom, fünfTage vor seinem To-de im Gefängniß hinrichten ließ. Endlich starb diesergreuliche Tyrann felbst eines elenden schmertzlichen Todeö/ nachdem er vier und dreyßig Jahr regieret Hatte,e) in seinem drey und dreyßigsten Jahre wurde CHri-stus der Welt Heyland, im Jahr der Welt viertausendgeboren, l') und weil er ihn gedachte auszurotten, ließer die Kinder zu Bethlehem ermorden, g) Es wird er-zehlek,alö wenn er auch damals seinen eigenen zweysährigen Sohn mit habe ermorden lassen , l>) und deswe-gen habe Augustus gesprochen, er wolle lieber Hero-vis Sau, als sein Sohn seyn, doch diese Ursach wirdvon andern in Zweifel gezogen, und vielmehr die RedeAugusti auf das Verfahren Herodis mit seinen Söh-nen Älerandro, Aristobulo und Antiparro gedeu-tet. >) Ihm folgere sein Sohn ArchelanS/ doch weilsich hier nunmchro die Kirchen-Historie Neues Te-staments anfängt , so wollen wir das Alte hiemik be-sessen- ^

Wa6 hat man von dem Zustande andererVölcker zu nierckcn?

Man mercket sonderlich diejenigen, welche in der Kir-chen-Hisiorie mit den Jüden einige Verbindung ha-ben, als:

Die Babylonier,

Di. Perser und Meder,

Die Griechen, und insonderheit die Macedo-nier,

Die Egpprier / Ethiopier, Cyrener und Lä-dier,

Die Syrer, phoni ier und Lananirer,

Die Araber, pl.rdarhäer uudEdessener,

Die p.rrrher und Arnrenler, ^

Die Lhalcidier, Jduinäer und Immer,

Die Röiner.

Vll.

Was hat man von den Babylon lern zumcrcken?

Ausser dem v^ebucadnezar, welcher die Jüden indie Babylonische Gefangenschaft führte, K)und andrs-te» Hofe Daniel lebte, I) mercket man noch seinenbohi, und Nachfolger Evilrnerodach, welcher dentzefangenen Jüdischen König Jechonia aus dem Ge-

.«) I08kkttV8 rrnt. I.. XVII. c. 1-6 k)' V88MIV8 I»c.

E>r-p. ;zi. kklvk/rVX loc. cit. p-ß. 79a. x) II.

l») ^^CKOKIVZ 8sk.l..H.c.4. i) kkIVK^VX Inc. cik. p.791- H Siehe in vorhergehendem kcrioä« k-Zlx.zsö.

V Siehe oben k- ZZZ> hg.

fängniß, darinn er fast sieben und dreyßig Jahr geses-sen, hervor zog. m) Ferner dessen Nachfolger Vrerr-glissar, Evrlmerodachs Schwester Mann und Mör-der, übrigens ein tapferer Fürst, Hernach Ladrosoar-cvad ein wollüstiger und grausamer Herr, n) so dannpZabsnidus in der Heil. Schrift Besserer genannt,der vom Cyro aus dem Felde geschlagen, nr der StadtBabylon bis ins dritte Jahr belagert, und beyder Er-oberung derselben erschlagen ward. Nach diesem er-hielt Cyarares oder Darms aus Meden von seinemVetter Cyro dieses Reich aufscine Lebzeiten, und alser in zwey Jahren starb, fiel es an die Perser und We-der unter deir, grossen Cyre», so wohl bey dem Darioals Cyro war Daniel noch in grossen Gnaden, o) Un-ter dem Dario Hystaspis wolten sich die Babylünierin die Freyheit setzen, wurden abernach einer Belage-rung von zwanzig Monaten von demftlbigen bezwun-gen, vermittelst des listigen Zopvri. p) ÄZi'e endlichaus dieser berühmten Stadt eine Wüstenei) worden,undein neues Babylon aufgekommen, crzchlet die bürger-liche Historie, g)

VM.

Was ist von den Persern und Medern zumerckcn?

Mit dem Astyage hörte das Medische Reich auf,und Cyrus brachte alles zusammen, welcher auch denJüden die Freyheit gab wieder in ihrLandzu ziehen, r)Ihm folgte Eambyscs , der in der Schrift Ahasve-rus genennet wird, welcher den Jüden an der Fortse-tzung des Tcmpelbtiucs hinderlich war. H Diesemfolgte Smerdrs der Magus - welcher in der BiebelArehasafta heist, und sich durch die Samariter bewe-gen ließ, den Bau des Tempels gäntzlich zu verbieten.) Sein Nachfolger Darms Hystaspis that hinge-gen den Jüden allen Vorschub, v) auf diesem folgteA'crxes, und so dann Arrarerxes Lontfiinamrs derEsther Gemahl, der sich gegen dem Esta und LTlche-mia, wie auch sonst gegen die Jüden sehr gnädig er-wieß, wie bereits im vorhergehenden ist erzehlek worden,x) Hierauf folgten Eerxcs der andere, Darms PZo-thus, Arcarer es Mncmon, Areaxerxes OcHus,Arsts und endlich Darms Lodomamms, den Ale-xander der Grosse überwand, und damit dem PersischenReiche ein Ende machte, wie in der bürgerlichen Histo-rie nachzusehen ist.

VlM.

Was ist von den Griechen und insonder-heit den Macedoniern zu mercken?

Des Alexander des Grossen Aufführung gegen denIüddmn ist im vorhergehenden rrzehler worden, y)Pyy z Sei-

ln) 2 . kc-ß. xxv. 27 . n) XLdrokdioi^ b. z.kKlvK^VX loc. cit. p. !Z7. 14;. l. ») Siehe obenp. z ;6 ü,. p) 1V8I'l?<V8 L.. I. r. >0 kklVK^VX loc. rir.P.2Z7- g) PKIVki^VX loc. cir. p 7!Z. r) Siehe oben p.44?. kkewL^VX ^vm.l.p. IZH.sgq. r)-- lv. 6 . kkl.

OLxVX Iuc. cik. p. 210. O lises IV. 7. ksslOL/rVX lvc. cir. p.22v> ») kilr» V.z. VI. I. kKlVLKVX loc.cit. p.2Zl. »-Sie-He oben p.Z74.z82.z8ü. Eich« oben k- 447 «