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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Chronologischer Anhang von den Jahren der Patriarchen.

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oft die zum Gonnen-Iahrc fehlende Tage so viel be-fragen.

Sie haben ein doppeltes Jade, nehmlich das bür-gerliche und das Airchen-Iahr. Den Anfang desbürgerlichen Jahres machen sie mit bemNeu-Mon-den UMt, w scher dem Herbst aequmoäic» am nach«sten ist; den Anfang des Rirchen-Iahres aber vondem Neu-Monden fZisan, welcher dem Frühlinge-^icgumoAjo am nächsten ist.

Was nun den Anfang des bürgerlichen Jahresbetrift, welcher in den zwey und zwanylgsten Se-

Lhronologischer

Anhang

Von den Jahren

Der

Patriarchen.

Ob die Jahre der Patriarchen Gonnen-oder Mon- oernst, weicher in den zwey und zwantzigsten Ge-den-Jahre gewesen, kan man eben so eigentlich nicht peember fället, so ist wahrscheinlich, daß die Patri-besti-innen. archen in ihrer Jahr-Rechnung sich gleicher Weift bc«

Ein Sonnen-Iahr ist die Zeit, worinnen dieSom dienet, nicht nur weil der Jude küäVtVS I 08 L?ttV 5ne die so genanntenzwörfhimmlifthenZeict-en durch- in seinen Anricjuicaribu; iuciaici« Üb. r. csp. 5. solcheswandert. Solches geschieh« nach den neuesten und ausdrücklich meldet, sorchern auch, weil deralleräl-X--« r>v r 4 U,vl7 Gebrauch gewesen, das Jahr von dem Herbste

anzufangen.

Die Monate der patriarchalischen Jahre abersind mit den heutigen Jüdischen nicht gleicher Art ge-wesen, sondern Haben alle in dreyßig Tagen bestanden/wie aus der Erzchlung von der Sund-FluthVll, n. und 6er>eil Vtll, z. 4. erhellet. Denn da wa-ren von dem siebenzehenden Tage des andern Mon-den , da aufbrachen alle Brünne der grosse« Treffen,und die Fenster des Himmele sich aufthäten, bis aufden siebenzehenden Tag des siebenden Monden,und also in fünf Monaten , gleich hundert undfünfzig Tage verflossen, da denn auf jedweden Mo-nat dreyßig Tage zu zahlen kommen.

Man muthmasset also uichk unbillich, daß das galt«tze Jahr in de» Patriarchalischen Zeiten aufdrey hun-dert und sechzig Tage gerechnet worden, wie auch beyvielen der ältesten Völcker gewöhnlich gewesen ; weilsie solchergestalt gleichsam den Mittel-Lauf zwischendem Sonnen-und Mondcn-Iahre Haben haltenwollen. Ob und wenn sie aber die übrigen Tage ein-geschaltet, und wie sie es sonst mit ihrer Zci't-Rech-)imng gehalten, lässet sich eben nicht ausmachen. ManMfthe hiervon 8küvüb!VtVl in dem Tra-

ktat lie anno ciuiÜ vckcrum lullaeorum, welcher ZU,LeydenAnnv i68z. in OÄauo Heraus gekommen, itt-glcichcn IO8L?»VLck IV8'ÜV^1 , äs

emen'isrione eemporum, O!OblV8lVdl pb-y/tVIVbilvon (Drleans, in seinen XHI. Büchern «ie <ü>äbir,Lremporum, 8üyssVdi L^bVI8IVdt, in seiner <si>r0-inologie, k^IVMlcVlck 8PAbi«"lcklVlck, in Ckro-inologia sgcrs, AL6!0'VXi ZyklAVCttlVbl, in öre-üisriv cbronvlugico, 8llck80bI!V!ck, in

(chronico cstbslieo, 8/XlbiVdl, in Ope-

re kiünrico öe cbronologico, IObiAk<!blk^ k^kPl-ib'PAlck lillHOüVKI, in <;kronologig reibrmats, A-<ü^bOViVl.t, in(chso»iLN ü-KIieo, wel-ches vor seinen kiblin illuüratj 5 stehet, ?L-

^^ObckVb-1 , in anciguirskc temporum reilirula, lO-bs^ksOVIbtVbl, in tübronologia vcteri»cciiamcnci. und andere dbrnnvlozo,.

Sonst pflegen einige, so die Sache nicht recht über-legen, sich einen Scmprl wegen der hohen Jahre derBbbbs Patriot-

besten Obtervariv, en des OL ü/t Iflkk. L^8.8IbtIund anderer in dreyhundert und fünf und sichtzigTagen, fünf Stunden und neun und vierzigMinuten.

Ein Gonnen-Iahr hat zwölfGonnen-Monate,deren stoben von dreyßig, fünf aber von ein unddreyßig Tagen sind. Ist es aber ein Schalt-Iahr,so müfftn sechs Monate von ein und dreyßig Tagen seyn. Nach unsern, Teilender ist es so eingethei.jet, daß vier Monate dreyßig, stehen Monate aberein und dreyßig, und ein Monat, als der rrnnv-niv«,in gemeinen Jahren acht und zwanzig, in Gchait-Iahren aber neun und zwantzig Tage Haben.

Ein Monden- Jahr ist die Zeit, in welcher derMond zwölfnahl seinen Laufvollendet. Solches ge-schiehet in drey hundert und vier und fünfzig Tagen,>r Stunden, acht und pievtzig Minuten, und sechsund dreyßig Secunden. Ist also der Unterscheidzivischcn dem Sonnen- und Monden-Jahre zehnTage, ein und zwanzig Stunden vier und zwan-tzjg Minute».

Ein Monden- Jahr Hat zwölf Monden-Mo-nate. Der Monden-Monat aber ist die Zeit voneinem Neumonden bis zum andern. Solche begreifftsccu^i neun und zwantzig Tage, zwöissStunden,vier und viertzig Minuten und drey Secunden.Nach bürgerlichen Gebrauche kommen vor sechsMsnden-Monate dreyßig. Vor die sechs andern aberneun und zwantzig Tage.

Die Juden behaupten, es sey der PatriarchenJahr ein Monden-Iahr gewesen, wie str sich dessel-ben noch Heutiges Tages bedienen.

Das heutige Juden-Jahr Halt drey hundertund vier und fünfzig Tage. Sie theilen solche inzwölfMonarc dergestalt, daß sie wechftleweift eineraus dreyßig und der andere aus neun und zwan-zig Tagen bestehen.

Die Monate heissen H8kl. öckAkc»68»VAbl,c/tüüLV, sbit-KM« , 8cttLLM, AVAK, 818 ^ 8 ,Iläk, 8tV/ttt, 7 Hv 1 !ckV 2 ,, KÜVÜ.

Dem Sonncn-Iahre nachzukommen, schalten sie«ine» gantzen Monat von dreyßig Tagen nach demMonar ein, welchen sie nennen, soj