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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues TefiamentcS

8?o

vor den eigentlichen Vischoff zu Antiochien schulten,und in solcher Oualität aus das Loncilium nach Consiantinopel bernjfen wurde. ,

Nach ^einu Tode, davon oben?ag. 807. nachzu-Isehen, blieb l>Lvl.ixv5 bey seiner poltet,on : das Lon-ciilum zu Constantinopel aber orllinrr.te an

kiui.ki'il Stelle, welches SKLOOKIV; i:L?iLxrxnv8, derdie Trennung gern abgethan wissen wolte, vergebenszu Hintertreiben suchte, k) Alsogiengnun derStreitzwischen diesen beyden aufs neue wieder an, und weilk^voiuvs die Occidentalischen Kirchen auf seiner Sei-ten hatte, so wolte es mit LLLVkLi^o nicht recht fort,bis er sich durch feine Gesandschafft, deren oben paß.8s/. gedacht worden, bey dem Käyser mlmuirett.

Inzwischen hatte sich rzvinnvs den Lviskivra aufTodes-Fall tubKicuiret, welche Olckmacion, ob stegleichnicht nach den Onombuz von z. Bischöffen geschehenwar, von den Abend-Länder doch bekrässtiger wurde.Endlich wolten die Occidentalischen den Streit auf ei.nein 87-1060 zu Rom Heben, worzu der Käyser i-r.»viLUvki selbst zu pcrluaciiren suchte- Dieser aber ant-wortete : wenn der Streit seine Lehre oder Le-ben becräffe, so wolre er stet) nicht wegern, auchvor seinen Beschuldigern als Richtern zu ste-hen: da es aber den blossen Rang belangete, sosteilere er es dem Räystr heim, wem er solchengeben wolte. Diese relolmion gefiel dem Käyser ü-beraus wohl, daß er sich angelegen seyn ließ, die A-bend-Lsndcr mit ihm auszusöhnen, welches auch so-weit fruchtete, daß auf dem Synoäo z» Capua AnnozL9« beschlossen ward, beyde Theile zur Communionanzunehmen. !Die völlige Bcylegung geschach nachLVäükU Tode UM daS Jahr Z94- worjU c»»x8vzronvsnicht wenig beygetragen, m)

Ob nun wohl die Sache dergestalt unter den Bi-schöffen ausgemacht war, so wolten sich doch die Eu-stathianer nicht bequemen, und mit r^vi^o Gemein-schafft halten. Ja, nach ri-LvlLxo wäre unter seinemNachfolger ?c>kwu vzio das Feuer wieder ausgebrochen,wenn es die scharffen Edicte des LkCLvir nicht unkerge-druckt hätten.

Endlich gab sich dieser Zwiespalt unter dem folgen,den il.LXL.xvko um das Jahr 41z. da dieser Bischofsein rechtes Fest darzn anstcllete, und die Eustarhia-ner in einer tolenncn proccNon unter Absiugung derPsalmen nach der Haupt-Kirchen führete, und alsomit der andern Gemeine vereinigte, nachdem dieSpaltung in die 8>. Jahr gedaurer hatte, n)

XV U.

Wie hat sich das Lmiftrianische 8cki5maereignet?

bVLlkM, Bisihoff zu LsZIiari in Sardinien, warein grosser Feind der Arianer und treuer Geferthe o<eLVSLKU Veeccllenli;, mit welchem er auch auf dem

k) 80c^ I H8 lib. 5. c.5. mroovkkvvs loc. eil.OV kl!4 r.2. t-4>6. N l'ttLOOVXk- j V8 I»c.ci». I^c.

lArianischen 870060 zu Meyland zum cxilio nach Pa-lästinam verdammet wnrde.

' In Palästina hielt er sich sonderlich zu kleurbcropoliauf,nnd schrieb ein paar ziemlich harte und hefftige Bü-cher an den Käyser eonrrL^ivri, welche nebst nocheinigen andern seinen Schrissten in der Libiloltiecs?a-crum o) anzutressen.

Durch solche seine übermäßige Hitze fchärffete ersiehsein exilium, also, daß er gar nach den wüsten Oerrernin ^kebsicle wandern muste. p)

Unter ivl-lLno begab er sich nach Antiochien, lindlegte obgedachter Massen den Grund zu dem langwie-rigen 8cl>ilmatc, und da sein treuer Mitgescll k.v8Mv5diß sein Verfahren mißbilligte, so war er mit ihm si»wenig zufrieden, daß er auch ferner nicht mehr mit ihn»communiciren »Volte.

Folgends gieng er wieder nach Sardinien, und ver«.dämmte alles, was die Arianer, auch nach vorherge-Igangener Kirchen-Busse, zur Communion angenom-men hatte, und eben aus diesem Eifer entstand dassogenannte Luciferianische 8cl»1'm-,, indem der Haupt-Satz bvcUMl war: Man könne keinen vor ei-nen Bischofs oder Geistlichen halten, der auf ei-nige Welse Geineinschafft nur den Arianern ge-habt, aufs höchste könne man ihin nichts andersals Lommunionem bsicam zulassen ; in welcher Mey-nung aber die andern Orciiolloxr mit ihm nicht über«einstnnmeten. <z)

Die meisten, so seiner Meynung beyfielen, waren inSardinien; ausserhalb dessen findet man wenig, ausser6KLÜVXIVL1, Bischoffell iniäilpanis ksetica, rnii-ovexr,Bischöffen zu Libyen, r) den Visconum «li.Li»vxe zuRom, welcher auch die Tauffe der Arianer nicht gel-ten lasse«: wolte, die beyden Aeltesten riv55invxi und»,LkcLi.i.iuvx,, welche ihn in der mehrmahls angezogenen8upplique an den Käyser v»LoooslVLi bis an den Him-mel erheben, und kaum noch einige andere.

Der 83beI1isnillnu;, und andere Irrthümer sind denLuciferianern ohne Grund angedichtet worden, 5)Das V. Capitel

Von dem ausser!. Zustande der Kirchen.

i.

Was wird in diesem Capitel vorkommen k

Zwey Stücke:

r. Der politische Zustand in diesem Lsculo.

Die Verfolgungen. ^

Wie ivar der Politische Zustand in diesem8ec-l1o beschaffen?

Man «l'mnit wiederum zwey Stücke vor sich:i. In was vor Handen das politische Regi-ment gewesen.

r. wie es fönst in diesen Zeiten zugestanden.

IN. In

0) 1.4. i'.iLi. p) kpiti. -ä rvcikk-

KVIel. -I) LO(-kiL1'k.8 Ub. z. c»p.5.L.9. 802t)^1LkcVS

x^8d.^6k l'-l. PI45-t«^8' 8020>lL!4VL lit». g. lii». 5. c»p. 12. IZ- r) ktHürO-cvLIVS säu-rN-r t.VOkL»

c.z. n) I lib. 5. c.zz. KVdl c.7. ») (AKI8'r. ^OKdM M. L,dkU. c.7.