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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testaments

V.

Was sind noch vov übcrflüßige Kirchen-Gebrauche und Ceremonien zubemerkten?

DerStisster des Dommicaner'Ordens erdachte daskotsrium oder den Marien - Psalter , worinnen daskckarig , oder der Englrsiche Gruß, nach derZahl der Psalmen Davids hundert und sunffzig mahlwiederholet, und-nach zchnmahligen ^ue dasrw alle-jeit eil! ?ukcr nsKee, oder Vater unser, hinzugefügettsi. Er ncnnete es kolsrium, weil gleick)sam eineMenge Rosen- wovor inan den EnglischenGruß hielt,m sich fastete. Di'ß Gebeth, welches zu nichts, alsrinem unnützen Gcplappere Gelegenheit gab,soltedaskräfftigsie unter allm seyn, und den. Teufel,, die Ketzer,Kranckheikenund sich weiß nicht was mehr vertrei-ben können, f)

Sonst schleppte man sich mir den Reliquien, undbeobachtete noch andere unnütze und gottlose Gebräu-che der vorigen Zeiten. Absonderlich zog man dieWallfahrten, so sonst nach dem gelobten Lande gegamgen waren, nach Italien-, als man die Welk beredete,daß das Haußlcinworinnen Maria zu NazarethdenEnglischen Gruß empfangen, von den Engeln nachLorttto wäre getragen worden, welches beyden Neben,fache» umständlicher zn erzehlen.

In: übrigen csnonllirete. «»rsvxivr ix.

LLVLl, von i'süua öcc.

»rrxänlnir IV> die aberglaubl'ftl)e des IvÄncilci

treue. Gesellin; Lonn-/ec.av5 vm- Llldwigenauö Franck

Ein vieles davon erhellet bereits aus den Geschich-te» der Päbste: doch muß Hier auch gewohnter Massenüberhaupt gewiesen werden, wie das Pabsithum inder Kirchen und Policey gewüthet.

In der Rüchen hielt und nennete sich der Pabstden Bräutigam, (lo. 111, 29.) weil er die Braut,nemlich die Römische Kirche hätte. Er gab vor, dasZeichen seiner geistlichen Gewalt wäre die Mütze,gleichwie der weltlichen die Crone. Er woltc der Gradr-hglter Goncs seyn, von dessen Fülle der Gewalt alleandere ihre Macht nehmen müssen ; er urtheile überalle, könne aber von niemanden geurtheilet werden. b>Daher war es nicht zn bewundern, daß lu^ocxu-I-iv; III. den Patriarchen, Ertz-Bischöffen und Bi-fchöffen ihre ordentliche Gewalt in vielen «Stückenraudeke. i) Keine Absolution derselben solle gelten,wenn sie nicht von ihm conbrmiret worden, wie beydem Bischosse 5iri xioo zu Hildeshcim, da er den Käy-ser abtvluiret Hatte , zu ersehen, k) VXKL-

d>vs iv. machte auch die klyamiisthe Lonüiculion, daßallc Vischöffe und Acbte nach- ihrer Erwählung so fortsich persönlich nach Rom begeben sotten, aus keinerandern Ursache, als daß sie. dabey den Beutel der Rö-mischen Hure füllen möchten»

Wenn er befahl, so befahl er allemahl der gantzcwWelt, welches in der Bulle uicoi-Li in. wegen derMmoriten zu bemercken. t > Alle Gesetze und Rechtesotten in dem Schreine seines Hcrtzcns beschlossens yn. m) Seine Gesandten richteten überall seinenBefehl aus, drohcten den Ungehorsamen, untersuch-ten den Zustand der Geistlichen, und änderten ihn nach

pcich, m,b andere Päbste andere Heiligen , g) damit seinem Wohlgefallen, forderten auch von der Clerisey,Siesi den Päbsteu so zuträgliche Ceremonie ja nicht was dem Päbste beliebete, n)

«s Vergessen gerathen möchte

Das IIl. Capi'tek

Vom Kirchen - Regimente.

I.

Was wird mdiesimCapltelvorkommen ?

Viererteyr

Die Rüchen. Aemter.

2 . Die Rüchen-Zuchr.

z. Dir Dcrfäinmlungen der Geistlichen.

4- Die Gewalc der Gdrrgkcit in- Rüchen-Sa-chen.

II.

Was ist von den Kirchen-Aemtern zu erin-nern ?

Hierbey stehet manr. Anfdre Anrichristiftye Herrfchaffc undTsprMv-nep des pabstcs.

-.AufdieAemrer und Derrichtrmgen der andern-Rüchen-Bedienten.

III.

Was ist von derAntichrististhmHerrschafstund Tyranmy des Pabstes anzumercken?

k) 8 t>^M> 1 IV 8 tt. k. t-2. , Z. p. 1664. le-zg. tz ) IIL-FML. LLLXL>iL>LL. ,!ii'.

k ) I!-eX 0 ce^^ IV8 III. spttä 8?LkcttLMVd.' Inc.c.c.p,8-.r667'. 5 ^. I) LaiSl-VS lik. i.. L) ckRK1"21V8 «mettvp. Üb»/, csp. zz. I) V>6. Ldrnn. ^KOUVI.- m)KOdN^^LIV8 VIII. Iib. i. äecre:. ric. 2. äe conktir. n)NOLrvOLVS VLK' 611 .- M i§. ki«on.S» 8 l, ^'I "1 tt. kX-KI8. sä,n. 1247. psx.6Z2-«äir. LoaL 1684- conk. Lenruiisc.^ls^äed. cenrur. i z> csp: 7. psZ. 412. 0 ) Viä. idiä.

j->) Lk^diULMVL loc. cic. er UMvcLN'I'IO III-

Wiewohk, es brauchet hiervon nicht weiter Zeug-niß, indem die ga»l;e Geschichte selber redet, wir er inder Kirchen that, was er wokte, und- diejenigen, sosteine Macht und Hoheit in Zweifel ziehen wolten / so-gleich als die ärgsten Ketzer verbannete und verfolgte. 0)-Tyraimisirete aber derPabst in der Kirche, so mach-te er «ö rm weltlichen Regimence noch schlimmer.Er nahm sich den Rang über alle Obrigkeit, und be>-wieß solchen mit den läppischen Ursachen r weik Aa-ron eher Hoherpriester gewesen, als Saul Rö-ntg; ingleichen Noah vor dem LTIimrod vorhergegangen; weil die Priester Götter, die Röntgeaber nur Fürsten hiessen ; weil Christus zu pe-trv gesprochen: Fahre auf die Höhe! welche HöheRom und den Vorzug des Pabsieö über alle Obrig-keit andeuten soll » weil die päbstliche wurde derSsnne, die Römgliche aber nur dem Monde zuVergleichen rc. ?) Über welch alber Zeug man bil»liche Ursache zu lachen Hat.

Gleich-