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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kuchen- Historie Neues Testamentes

iziS

glücklich/ etwas vo» selbigem zu Habe»/ und man wüstenicht Wunder gnug davon auszusprengen. 8) Dasgröffcste Wunderaberist wohl,daß sichauch ernsihaffteLeute damahliger Zeiten solche ungereimte Dinge kon-tcn beschwatzen/ und ihren Aberglauben vor die Bilderdadurch vermehren lassen.

Andere grünliche Lügencha dieHosiiet, bald Blut vonsich gegeben, bald in Fleisch, bald gar in Knaben verwan-delt worden; die Bilder geredet, gegessen, um sich ge-

schmissen; Briefe von, Himmel gefallen ; die Heiligenerschienen, und bald diß bald das offenbart ; das Feg«feuer,Paradieß und die Hölle gesehen worden; dieCru«eiche Strahlen von sich geschossen; die Mönche-Kut-ten Wunder gethan , und was dergleichen verdammtePossen mehr freventlich ausgegeben worden, sind nichtwerth,daß sie erzehlet werden, b)

x) IvIKUN. k/<RI8. Ȋsn. 1224.

b) VicI. 8LOVIV8, 8.^V>;^VV8, 8kOdil)AdiV8 in,»-nsl. Look. Leulur. dlsgä. cem. IZ. c. lz.

Das XIV. 8bOV^VXL.

Das I. Capitel.

Von den Lehrern.

Worauf hattnan in-lefem Capitel zu sehen?

Auf viererley :

1. Auf die Lehrer.

2. Auf die andern christlichen Gcribenren.z. Auf die Lehre.

4. Auf die Zwistigkeiten.

II.

Was vor Lehrer haben in diesem 5ecu!oge-lebct?

Man mercket

I. Die Lehrer der Orientalischen Airchen.

II. Die Lehrer der Mccidenraiisihen Kirchen.

Hl.

Was vor Lehrer sind in der OrientalischenKirchen zu mcrcken?

1^LOOVl.V8

ahch r » 0 zzs 1 sre « genanntEin Griechischer Mönch umdaöZahr rzn.

Man meldet, daß er von Thessaloinch gebürtig gewe-sen. Anfangs dienete erals einAdvocat,achgehends,als er den Mönchs - Stand angetreten, üocirete er dieRede-Kunst, und ward daher blaziiter llchecoruM beti-telt- Sonst ist esglaublich, daß erzuletzt Abt worden.Er hielt mit vueovoko und dem Patriar-

chen nii-ncme gute Freu,idschafft, und schrieb

1. Orsrionem encomissticsm in 8- 6reß0l-,'«m Hieolazyim

!^»irnrenum, welche im d 18 ro in der Wienerischen Di-bllorhcck befindlich.

2. Orsrionci °r->ru!sr»ris! IV.

z. kipilioiss vil. welche nebst den vorhergehenden Orȟor,enzu Upsal >692.4. herausgekommen.

4. DiMonurn Stncsrum 8-IIaßen zu Frauecker 1690, 8»

5. Noch andere Orrüonc; und Briefe, so noch in dlsnuscri-sslis verborgen, i)

6 1. vcr 8

Patriarch zu Constemtiuopel Anno t?l6. bis lzso.

Er war von Consiankiuopcl gebürtig, undanfäng-

lich l.üß2kbet3 vromi. Seine Gelehrsamkeit und Be-redsamkeit machten ihn sehr beliebt, wie er sich denu be«mühete, die reine Griechische Sprache, welche bishergantz ungemein war verderbet worden, wieder in Standzu setzen, und unter andern nlcevuokvrck dar-

innen unterrichtete.

Als demnach derPatriarche uwnowegen unterschie-dener Verbrechen abgesetzet ward, so erhob man diesenlonLiEn auf den Patriarchcn-Stuhl, welchen er dochnach 4.Jahren fre,-willig wegen vieler Leibcs-Schwach-heiten quittirete, und seine übrige Lebens-Zeik in einemKloster zubrachte.

Von seinen Schriffcen sindworhundene

l. Sein Testament bey dem dllcepkor«, 6 r«Znrs.K)

,2. Eiiüge Grammaticalischc ^lsnukcrijrt, i der Königliche»Frantzöfischen Bibliotheck. ')

Verlshrcne

Histcrri, teu nsrrsclo luculknc» legscionir luss »ä ^rmeaism,und vielleicht noch andere.

bIILLl>«0XV82 > 1.1.15-r v 5

Ein Mönch zu Constantinepel um dasIahr rzz;.Sein Vater hieß csi.rix'rvs x>8i-»o,-vrvs, davon erauch den Zunahmen führet. Er lebte muthmaßlich inden, Kloster bey der Sophien-Kirche, wie er denn selbstzu erkennen giebek, daß er sich viel Jahre lang der da-selbst vorhandenen trefflichenVibliocheck bedienet habe.I)Im Jahre seines Alters fieng er an eine neue Zxir-chen^istorie aus dem Lulekio, 8ocrakci 8or»meno,Tbeocloreto, und andern zusammen zu schreiben, welcheder Ordnung und des 8cy1i Halber noch gutgnug ist, a-ber fast unendliche Fabeln mit einmischet, daher mannicht viel Wesens davon zumachen hat- Sie bestundsonst in XXIII. Bück-ern, deren aber nur XVIII. übriggeblieben, welche ein Türcke aus der Corvinischen Bi-bliothcck zu Ofen geraubet hatte, zu Constantinopela-der an einen Christen verkanffte, aus dessen Händen siein die Wienerische Bibliotheck gelangcke. io»LuuL;l.tu-s,v5 übersetzte sie ins Latein, und machte 8cl>c>lia darzu:k«omo nvc^evx aber gab sie Griechisch und Lateinischin II. Volumiiükux zu Paris 1640. heraus«

Sein Likslogur dtekricu» Im,Quorum ^nnksntiaopolir»-norum öc 8«rici kscrisrcksrum Lk- ist in dtM krorreprico äs

8cri-

i) tt8d!K. VVII/>kH0dlV8 sppenä. ,4 L/IVLl bist. litt.Icnpt. ecclsk. p/io- ellit. Oenru. 17:0,

ich »ist. kom. üb. 8 ') co»f.

L^VSI bist. lirrersr. scrixt.rccles. s-ipenä. p,2I. l) Hist.ecclsk.lib. I s>. 67.