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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen. Historie Neues Testaments

Printz von Engeljand nach der mir dem Könige von'Navarra genommenen Abrede ins Reich/ und da hat'1c zwar IOdUVI8ld>!68 erstlich gar gut Glücke/ ward a-i>cr nachgcheubcs Jahr bey Ktgupcrcui; zwey Meilenvon ?oi«ers gefangen, und muste auf4.Jahr lang nachLonden wandern.

Mittlerweile gieng es in Franckreich recht jämmer-'!ich und gottlos ;n. Der Pöbel fiel dem Adel aufdenHals/ weil er den König verlassen hatte. Die Partheydes Königes von Navarra streiffte durch gantz Franck-reich/und erledigte ihrenKönig, welcher denn den-bel noch mehr aufwiegelte. Diß alles schlug endlich^u einem verderblichen innerlichen Kriege aus. DirStrassen-Räuber nenneten ihre Bauden nur Compa>gnien/ als ob sie noch ein so gutHandwerck trieben. Eiue Vauren.Rotte,fo manlaquens betitelte/ entwederweil ihr Anführer von den Edelleuten zum Spott !->-gue; bon-ksmme geneunet ward / aber von ihren Kit-kein/ so lagrios Hiessen, ward so siarck,daß sie viel OerterEinnahm/ und überall gantz unmenschlich hausirete.DerKönig von Navarra und der Dauphin sielen einanderAuch in die Haare/und da man gleich Ao. i;6o. endlichrinen Frieden zu Stande brachte, so muste doch derselbemit Ländern und Gelde so theuer von Engelland erkaufstwerde«/daß der König bey seiner Wieder-

kunfft aus der Gefangenschafft nicht einmal einen sil-bernen Teller mehr übrig hatte/ und man vor das künssti-ae lederne Münde gebrauchen muste. 7)

Sein Sohn V. 8/r?iM8 rcgicrete bis

Ao- iz8o. und entrieß durch seine Klugheit, so er sichin den bisherigen Troublcn zuwege gebracht hatte, seinReich dem bisherigen erbärmlichen Zustande. Ergieng niemahle» mehr selbst zu Felde, führete aber durchseine Generalen gar glückliche Kriege, trat mit Arago-nicn in^lliauce, und zwang den König von NavarraD> einem reputirlichcn Frieden» Hierauf bcmühete ersich die sogenannten Compagnien , welche bis zcooo.Mann angewachsen waren/aus dein Lande zu bringen,-und diugete stevor vieles Geld,daßsic unter dem taps.fern LLni-kLdN) von üvesel-in dem Grafen von Irsllii.mr>ra gegen r-LLLVLr cr.vvLl.Lra in Castilicn zu Hülffegiengen/bey welcher Gelegenheit sie bis auf6qoo. Mannzerschmoltzen. Endlich verfiel crwieder mit Engellandin Krieg, und würde ziemliche krogrelkn gemacht ha-ben , wenn er nicht riebst dem kapffern svLiLi-in dieWelt in einem Jahre gcräumet hätte, s)

In Engelland-xvVäkl)V8 n.von crllrrrailva»

König i zo4. biü lZ27« alt 4;-Jahr.

Den Zunahmen legte ihm sein Geburtö-Ortbey.Erführete bey seines Vaters, des vorigen Königes, Lebzei-len zuerst den Tikuleinechprintzen vonwaUis Sei-ne Nachläßigkeit und blöde Gelindigkeit, nach welchenir sich vor« seinen kavornen regieren ließ , siürtzten ihninö Unglück. .

Der erste kauonte war vL-rnv; n^vLrvo» aus e-alco

7) kv.OI88^RVV8 Üb. l. ?LV!.V8 LKdllL.lV8 Ud. 9KHlV8 lib. z. VLdtILI.. ->) liäem. ir. Vierte

g« VVL8Llldl.

gnc, welcher LDV^KDVdl schon vormahls so verführethatte, daß er war relegil-et worden. West ihn nun derKönig wieder holete, und gegen dieKlagen der Grossennicht abschaffete, so ergriffen diese die Waffen, und liessenden gefangenen LavLzrorl den Kopffabschlagen.

Hieraus erwählete sich der König die 5?Mcxk5 Vaternnd Sohn, welche sich eben so unerträglich, als der vor.hergehende, bezeiget«,. Es kam also abermahl zu denWaffen, darinnen aber die Stände unter Anführungdes Grafenö von Lancasier den Kürtzern zogen. Dochdie 5i>Luckk5 verderbten es hieraufmit derCleriseynndder Königin i54kLu.4, welcher letztem Liebes-Incriguenmit denrGrafen von rao«LlraLk sie dem Könige entde«cketen. Dieser steckte also den von raorrLiraL« ins Ge«fängniß, woraus er aber nach Franckreich entwischet«Knrtz hierauf kam zum Kriege mit Franckreich,wobey sich die Köuigin, als des Königs in FranckreichSchwester,zur lvleüünion erboth, und nach Franckreichreiscte; woselbst sie zwar aufgewrsse Bedingungen einenFriedenstifftete,mehrabersichdirrchdieUnterhaltnngih«rcs geliebten Grafens ergötzete , also, daß fle sich ge.gen alle Zurückberuffungen ihres Gemahls in Franck-reich verweilet«

Endlich, da die r?LrrcL«; durch Geld am Frantzöfi«sehen Hofe soviel vermochten , daß.man die Königinhier nicht mehr leiden wolte, sammlete diese in den Nie.derlanden einiges Volck, bemächtigte sich bey ihrer Über.kunfft nach Engelland vermittelst der zufallenden Mal-contenken der Stadt Londen , und ließ diesr-Lncrrrszutode martern. Der König ward gefangen, muste dieCrone seinem Sohne abtreten, und endlich elendiglichsterben, indem man ihm ein glüendeö Eisen als ein Cli-stier 3ppllcirete,und inwendig die Eingeweide verbrann«te, damit man an seinem Leibe nichts gcwaltthätigeSwahrnehmen solte. b)

LDV^KDV8M.von Windsor

König r;-7. bis IZ77. ak 65. Jahr.

Wie ihm der Vater die Crone überlassen müssen, istvorher erinnert worden. Die Mutter nebst ihrem Ga«lall,dem Grafen von nok-niaea, und noch zwey andernführet«! die Vormundschafftliche Regierung, weil sichder König erst im 14- Jahre befand. Doch die Regen«tenschafft währete nicht lange, so muste raorrLir.iL« anden Galgen, und die Königin vom Hofe, der König abertrat die Regierung selbst«! an.

Seine Klugheit, Tapfferkeit und Glnckseeligkeitma«chen seine Regierung in der Englischen Historie garmerckwürdig. Er praercnclirete auf die FrantzösischeCrone, weil seine Mutter des letzten CapekingischenKöniges LLKOlst !V. Schwesterwar; dasParlamentin Franckreich aber schloß ihn wegen des Salischen Ge.fttzes aus. Nun verließ Edunrd zwar bisausgelege«ne Zeit seinen darüber gefasseten Unwillen, leistete auchk>»iL!?i>o V4LL5IO dieHuldigung wegen6»ielllie:nachdemer aberdeuSchottländischenKönig o-cvio srrvcxauSdemReiche gejagt, und «ovrckrovra Ei.l0l.vLi an dessen

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