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Kir chen - Historie. Neues Testamentes
»KXL8 /^IOXIV8 und besaß den
Tikul aneS Patriarchen zuIerusaleni, ehe er den Cardi-nals-Hut erlangte, t)
H. Andere Römisth-Cacholische Lehrer.
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XlEvuvs, cizneLv;.
Lrtz-Dischvffzu Toledo und Cardinal um den Anfang dieses8°c»U sticht 1517. alt 80. Jahr.
Die 8ru6ia, denen erju 8-i!->msuc2 undLlcsis fleißigobgelegen, gaben ihm mehr Vortheile sich in die Höhezu schwingen, als seine Adeliche Geburt, welche ihn zuI°or6elsßur2, einem Flecken irr der Landschafft Viüsirs,uns Licht der Welt stellete.
Nachdem er zuvor eine Zeitlang als Loullllorial- Ad-vocat zu Rom, folgmdö alöErtz-Pricster zuVreäs.undnoch in andernwichtigen Aemtern gestanden, ward er einFranciscaner, und setzte sich durch ein strenges Leben ingrosses Ansehen, wobey er die Bibel fleißig in der He-bräischen Sprache, welche erkurtz vorher erlernet Hat-te, ssudieretc, und sich offt vernehmen ließ: Er wollelieber seine ganye Rechrs-Gelehrsirmkeir, als dasVergnügen, so er aus der Erklärung eines eintzi-gen Biblisslien Gprucl)es empfände, vermisten.
Die Königin »«äNLur» erwählete ihn zu ihrem Beicht-Vater, und eommunicwete wegm seiner verspätetenKlugheit alle Staats -Sachen mit ihme. .
Als er das Ertz-Bißthum zu Toledo erhalten, Hielt ersich in allem so schlecht, daß ihm auch der Pabst einenAusputzer darüber zuschrieb. Indessen sammlctc er da-bey ein nngcmeines Geld, daß er viel wichtige Dingesvornehmen konte. Er stifstete die Vniuerlität »mdBi-bliothcck zu In dem Kriege wider die Mohren
unterhielt er eine eigene Armee von 16000. Mann, und!nahm ihnen in Person Anno lsc^.-ieVestungOranab,wie er denn mir vorgetragenen: Crcutze gewaffnct vor sei-nen Trcuppcn hcr marcl >rcte, auch viel Geistliche hintersich hatte, welche mit Schwerinern versehe»: waren. ^
Ob nun wohl diese letztem Unternehmungen billig un-ter die Aufzüge der verkehrten Welt zu rechnen: so wares doch gar löblich, Laß er bey zu vermuthender theurenZeit grosse Magazinen aufrichtete, und daraus die ar-men Leute versorgete. Das belle Merck aber, so er be-sorget, istdieAufiagc der Bibel in vier Sprachen, wel-che, weitste zuLompiucum oder ^lcslacle llermre» her-aus gekommen, daher kiblia Lomplutenlm genennetworden. Er wandte viel Geld auf die ältesten und be-sten ktanutcripw anzuschaffen oder abcopiren zu lasse»:,und hielt die gelehrtesten Leute, so sie examirürei», und
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rrio» der Dominicaner zu Cölln um den Anfang dcS 8«cu1i,stirbet 1527.
Den Zunahmen führet er von seinem Geburts-Ortein Brabant. Sonst war er auch zu Cölln ?rv5eliirrTbeolcßlse, und lnguilicn,-der z. Ertz-Bißthümer amRHcine. Zu dein letzter« Amte schickte er sich aus der-maßen wohl, indem ihm der geringste Argwohn gnugseyn konte, mir jemanden aufs grausamste zu verfahren,und er gemeiniglich die Person eines Klägers und Rich-ters zugleich spielete. n)
Noch vor i-vrnLko gimg er «Lvcnrino undzu Leibe , und wolle ihre Schrifftenverbrcnnen, wiewohlsich diese durch sppeilsciorrer an den Papst erhielten, undHöchste,:k gar in die Unkosten verdammet ward. In-dessen wüthete er gegen die Protestanten in Deutschlandmid in den Niederlanden, und machte nicht wenig Mär-tyrer, dabey er aber überall in grossen Haß verfiel, undmit vielen Satyrischev Schafften durchgezogen ward.Absonderlich Hielt der Gras von nevenz« Anno 1519.auf dem Reichs-Tage zu Franckfurt in» Nahmen allerDeutschen Studenten eine Rede an der» ncuerwähltenKäyscr, worinncn er diesen Hochstrar einen verwe-genen, unverschämten und unbesonnenen Men-schen, ja, eine pestileny von Deutschland nennete. 0-Seine Schristten sind
1. ^1<>rKsr», kllilokopl,,,» ^kor»li»»
2. O»kruÄi» L»b»I>»e.
vef«ntic» principuin contr» k«c«rn kr»u»«-
NLkkM.
4. Iulii6»torium kkiacipum evnlr» «uri^rm.
»li-jOvc evner» ^ruclllinum , und Nvch andereTractate, welche von keiner Wichtigkeit sind, pflegen ange-mercket zu werden.
Lsnonicu, rrzul,tt« im Kloster Linmsu, oder Stein bey6vvä, und folgends ,vvül>r l'Veolvgi,, , gebvhren1467. stirbt i;;6.
Sein gantzer Nahme hieß DkSIVLKIVL LK.A8^1V8RO1kLK.OV^bäV8, die beyden Vornahmen gab er fichselber, da ihn sonst die Mutter 6LR.HI^KI)VX1 <8KL-ttALVI genennet hatte, den Zunahmen aber führete er!von seiner GeburtS-Stadt Rorerdain, welche ihmnach der Zeit eine eherne Gedächtniß - Säule setzenlassen.
Er war durch einen Liebes-Fehler, w,e man derglcr-
7-n - - ^ ^ ^ Ichen Sünden zu betiteln pfleget, gezeuget worden. Sein
d,e Auflage anordnen musten, wozu der Anfang Anno Vater , em gchshrner Holländer, soll«
1515. gcrnachek worden. Die Sprachen, darum d,e „«ch ftiner Eltern Willen in den geistlichen Standr die Latnnische, Griechische,Hatte aber kein geistliches Fleisch darzu, sondern
Hebräische und Chaldässche. ^ ^ . . > schlug vü>lmehr eine Hrurath mit «zaszaLrn», eines
rküvin^nvvs c^rnovievr hielt ungemcin viel auf die-sen Mann, so, daß er ihm a»rch auf seinem Tod- Bettedas Regiment bey der Minderiährigkeit und Abwesen
6ieclici Tochter vor, wogegen sich aber seine Eltern mit
allen
kc, und daher' mit'Gisst aus' diesem Leben befördertwurde, m)
i) litlem L 8?OX'v6I8V8. m) W6K801^LK öcklK-
eloZ. c. Z 4 ;.
V8 lib. 19. -ss. 29. V v. 8-tkckIVS Kilt. Concil. 7>i-Scnr. zi-6.OV kltt bib!. nouv.l'am. 14. p. II. !2. VVPUL^VL1 °om. l. len. l.sr. z>. iri.fecz. i»l!»l. Lclz.