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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neue-s Testamentes

I 0 tt^dlr 4 L 8 KMIlLkOVS

t'rotilur. U Sc6. zu Giessen 1694. v. "rbeol. und ?3linr da-selbst l6<-6> Hof Prediger und ^l1es!->r Lorillttvrü ve'irc.

1698- stirbt 1704. den 28. Dec. alt 40. Jahre.

Er ist auf diese Welt gebohrcu worden Anno L664..den 7. Sept. zu Stuttgardt.

Sein Vater war Herr iottännx? n?.ix»2irr>v?, k. V,.k,. öc (üuri^s l)uc. Kchiocaru; Orcl. welchen er aber ver«lohr, da er kaum vier Jahre alt war. Im ;ten Jahreseines Alters wurde er in das kaednZnLiuw nach Srutt-gardt gethan, Und ckstinguirtc sich durch seine vorrrcsii-che Gemülhs-Gaben gar bald von andern seines Alters.,Anno 1677. kam er in daö Closter Hirsaugen, zweyJahre darauf nach Bebenhause», und dann weiter nachTübingen, woselbster Anno lü84.MgitterI'biIo1ch)ttmsward. Er cxcoiirte darauf fleißig das ttuttium rkeoio-L>cum, und Anno 1687. wurde, cr dem Dltrchl. Lür--skeir lou^nl riuvLkic«, HettzSAe zu mürrcnberct,auf der Reise nach Frankreich als Reise-Prediger undLld>!i-!cbsc.!s>i>5 zugesellet, mit welchem er Anno 1688»deö dazwischen kommenden Krieges halber in bereit ge-zogen, doch bald wiederum aus selbigem bsfrcyet wurde.Nach seiner Rückkunfft aus Franckreich trug er Verlan-gen, sich noch weiter in der Welt umzusehen, gicngnschJena und Leipzig, woselbst er ein Halb Jahr verwettetervon dar nach Wittcnberg, Berlin, Franckfurk an derOder, Grciffswalde, Rostock, Lübeck, bis Hamburg, der^ er sich allenthalben mit den gelehrtesten Männern be-sprach. Noch weiter begab er sich nach Bremen, Gro-ningen und Franccker, allws er die berühmten Lehrervi-ritinsa^, kdiroxiv.^ und ttvüLkvia hhrete; ingleichmzu Amsterdam von?» und cvLrxi Predigten flcißig bey-wohnete. Nicht weniger machte er sich auch mit irri-ge» Lehrern, als dem 621.^0, einem Socimaner, inglci-chen miti.iKii;o«c»lo und creirico, Arminianern, bekannt,wie auch mit dem bekannten ->oi«L>r, um ihre Lehr-Sätzedesto deutlicher zu fassen. Zu Leiden sprach er 5?2tenk-? . - - . virLrmcviirivLr, vi-rki^xtv^ und sso^oviv^, zu

dem Aulon »n Latemischv Jahr 'Ibenl. Rotterdam lVKiLv, zu Utrecht Ü«ä«vlvt6, l.Lvl)Lcirruvkt

Allein Anno 1657. ließ er beyd-s fahren, begab sich!wieder nach Rostock, wurde daf.lbst folgendes JahrMcr und gekrönter Poeke, legt'sich naestg- hmds sonder-lich auf ktteologica, und bekam httrauf Anno i66z. diekrofclliynem TNenlo^icam zu Rostock. Weil er abervor derselben Antritt eine Reise in fremde Länder vor.nahm, auf welcher er die vornehmsten Städte und,Aka-demien in Teukschland besuchte, auch steh in cichwnrenhören ließ, machte man ihm bey seiner Rückkunfft diekeofelston, da er dieselbe würcklich antreten wolte, schwer,!verlangte von ihm, daß er auch zu Rostock erst seine Pro-ben ablegen folte, und ohncrachtet er solches that, wurde-och damals aus der Beförderung nichts.

Er kam Hieraus Anno 1666. zu I). rvan-rxrilo insHaus, und imterwieß dessen Sohn, der nachmals K-ecstol jdes 6)Minsli, in Lübeck wurde, wobey er Anno 1669.von der theologischen Facultät dic Freyheit bekam, ein(Kollegium Lxegckicn rbecttochcum ZU lesen. Anno 1671.xromovwte er zu Greissswalde in l4ccmmtum 4 bee>Ic>-xiae. trieb auch eine Zeitlang das IU8) und erlangte AN-US 1674. die ^eotestionem Ös2t0i-i.ie in Rostock, da erdenn als bicenrimu; fsteo!. sich zugleich in theologischenOi!plN3ric,njbu8 hören ließ. Er bekam auch nach derZeit nochmals von dem Heryosse zu Schwerin einkiat zur theologischen profelston, aber es war ohne cckcdl,weil ihm beständig von andern so viele Hindernisse in denWeg gelegt wurden.

Anno 1679. promovirte er zu GreissSwalde in l)oÄc>-ircrn stlieologiie, und hielt darauf;, ttttpukarioner ilnripspistica;, welche er dem regierenden Heryoge zu Meck-lenburg, cttki8i'l2U0 I.vvovlco, llellicirre. Weil aberderselbe Catholisch worden war, wurde diese ttevorionso ungnädig aufgenommen, daß erahn von der ?rofs8-ston lusiienttirte, in welche er doch Anno 1691. wiederumrcstimiret wurde.

Anno 1686. that er eine Reise nach Wien, und über-reichte dem Nayjer l.rn?oi.vo seine 8 emiccnturi.iinZrammarum, welcher, solche gar gnädig aufnahm, und^nrn^i in Lateinischer Svrache antwortete. Als er

von dar zumck kam, wurde err.,^

Lrochstor und Lonüttorii Allettoc. und uachgehendSAttuo 169z. 8enic>r der Theologischen Facultät, zu Rostock,worauf er folgendes Jahr eine Reise nach Dantzig that,und unterweges dir berühmtesten Städte in Pommernbesuchte.

Er war von gesunder Gonstmmioii, und so munter,

und 'se'irsiv^.

In eben diesem Jahre gieng er mit dem Durch!. Wür-tembergischen Lerrstcu c^koeo nvoorrno nach Engel-land und verwaltete 2. Jahre das Amt eines Predigersin der Hof-Capclle. Nachdem er auch in diesem Landedie vornehmsten Städte in Augenschein genommen, unddaßH ein ^.'JÄr'iger Mann öffterS zu sagen pfleg- > die gelehrtesten Leute gesprochen, unter welchen er sonder-te. sev ihm zu Muthe, als wenn er ein Mann sich via und wegen ihrer weitläuff-

von 7 ^. Jähret; wäre. Endlich aber traf ihn Anno trgcn Gelehrsamkelt Hochachtete, kam cr Anno 1692. inI7O4 Iviens. ^us. die Rcyhe zu sterben auch. n) .semVaterkand zurück, da er denn gleich bey dem Durch!.^^!— ,->,^...^27.^.. »r r„ . sperrn Attministrstorc die Stelle eines Feld-Predigers

bekam. ?lnno 1694. erhielt er von dem Herrn Land-graseiz zu Hessen Darmstadr eine Voc^ion zur kro-tellittNL lur. bstar. sc 6entiun> nach Giessen, und 1696«wurde erI).chttcoIk)gi.ie und?« stör daselkst. Anno 1698.aber russte man ihn wiederum in i als Hof-Pre-diger und Als-storem des OnntistofH, welchem Amte crauch bis an sein Ende rühmlich vorgestanden hak.

Er war ein ansehnlicher, gckehr kcr und überaus bered-ter Mann, und nicht weniger ein guter Holopu;;

doch

Unter seinen Schrifften ist noch zu mercken

1. Lrevinrium kormulse Loncorclme Sc Loncrouerü-rsm 87a-creri<ilro-?ik»>kicgrum.

2. Hiete, in /t^ßukrnrin Loaketstonem L LoatroverLss re-cenriorer kleciÜicLS.

3. Dreyftößiger Stürmer des verfähnschen Jesuwidrigenzweystößigen Mauerbrechers Lutherischen Ire-Geistes.

4. kn/tockiucn Iltkerstum.

Allerhand Oist>u^kic>ns5i und Lp>tzr«rnmsts.

klkkldl«. teiem. rkeol. x. iz;8- 5sgg. VttSL in denLebe» der Lehrer- x- 687 - l-M-

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