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Geliebter Leser.
man der Weisheit zwei Augen, nemlich die Wissenschaft unddie Historie zuschreibe, ist eine bekäme Sache. Leidet sieMangel an dem einen, so tappet sie oft blind auf ungebahn-ten Steigen. Eine aufrichtige Erzehlung der menschlichenmerkwürdigen Handlungen, dadurch entweder die Wohl-fart, oder das Elend der Menschen befördert, oder gehindert wird, ist daheroeines der wichtigsten Stücke der Weisheit. Eben dieses war es, welches denStof zu der von mir verlangten Vorrede dargeben solte. Insonderheit warmeine Absicht, den Schaden, welcher, bei dem steigenden Wachsthum derWissenschaften, aus der schnöden Vernachlässigung der Kirchenhistorie ent-steht, vorzustellen. Allein mein Vorsatz muste sich einer Veränderung unter-werfen. Das Werk lief wider Vermuthen aus, und überstieg um ein merk-liches die Zahl der Bogen, welche, nach der Meinung des Herrn Verlegers,das Ganze ausmachen solte. Sechs und ein halb Alphabet waren vor denPränumeratwnöpreis versprochen, und da es diese bestimte Gröse weit über-traf, so solte eine lauge Vorrede den ohnehin daraus erwachsenden Schaden
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