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II. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
nigreiche Tanschauer sollen sie noch ihre Vcreh-rer r) und eine sehr grosse Anzahl Christen daselbsthaben. So viel ist gewiß, daß sie in der Gegend vorkurzen wiedereine Capelle anenthauptet worden, erbauet haben, dahin sie wallfahrten, und dabey allerhand abergläubische CeremoNie» beobachten.
Wie die Römischen Mlßionarien auf den phik'ppimsHeir In ulir wieder festen Fuß gesetzel, istin dera) vorigen Fortsetzung erzehlet worden. Dochhat man nachhero die Umstände davon in einemBriefe b) naher bekannt gemacht, der 1721. ge
nariuS daselbst war, giengen ganz barbarisch mit ihmum, geisseltcn ihn, und hackten ihm Hände, Füsse undKopf ab. Den Kopf trugen sie lm Triumph aufeinen heiligen Ort aufgerichtet, und! der ganzen Insul herum, den Rumpf aber warsscn> der Stelle, wo ihr Priester Briro sie ins Wasser. Mit einem andern Mißionario,
dem P. Hippo'yrus aus der Stadt Eaudelcdn,gingen die Mohren nicht viel besser um; denn sienahmen ihn den 20. May >740. gefangen, schlcp-pten ihn mit sich fort, und d»e Erfahrung wird leh-ren, ob er seine Haut davon bringen werde, ü)
Auf den Nicoba.lschcn Insnln 0 hatte manschon im Jahr ,7,2. Christum zu predigen ange-fangen. Allein die Mlßionaric», welche auch bey
schrieben war. In der Hauptstadt Manile besing die Nachbarn gehen wollen, wurden von den W>l--et sich ein Erzbischof, der 10002. Thaler Einkünfte den umgebracht. Von der §je>t an sind sie ohne
und drey Visctzoffe unter sich hat. Man hat eineschöne Kirche und ein blühendes Collegium daselbst,darinn die Theologie, die Philosophie und die schö-nen Wissenschaften öffentlich gelehret werden. Manhat darinne verschiedene Bischösse, Doctores Theo-logiä, geistliche und andere gelehrte Unterthanen zu
Mißion gewesen und haben mit grossem Ernst Mis-sionarien aus Larnatä verlangt. Es haben sichauch wirklich einige Ordcnslcuke darzu entschlossen,welche aber durch den Tod an ihrem Vorhaben sindgehindert worden.
In dem Königreiche NcnFala dauret die Miß«,
gezogen, doch werden nach der Absicht des Stifters on noch, und ist nach Abgang der vorigen Miß>o- ^nur gebohrne Spanier darinne aufgenommen. Die^narien erst vor kurzen durch den P. Galgnev, des. *meisten Anstalten wurden durch die Freygebigkeit sen wir oben schon gedacht, besetzt worden, t ) Erdes Königs in Spanien fortgesetzet und erhaltend meldet aber selbst, daß nicht viel grosses und verän.Man arbeitete an der Bekehrung der Nachbarn, derlicheS dabey vorgegangen sey, ausser daß »n denund erlebte die Freude, daß der König Jols, ein letzten Unruhen des Mogulischen Reichs bey derMuhamedaner, seinen ältesten Prinzen ,m Christen- Zerstöhrung der Stadt Dely zwey Kuchen, we/Merhum unterrichten ließ, daß ein andrer Fürst Mißio- hie Jesuiten daselbst halten, in die Asche gelcgrt,undnanen verlangte, dessen Unterthanen sich hernach von 700. Christen, so man noch in dieser prächtigenhauffenweise taufen liessen , und daß die Königin Stadt zehlen konte, die meisten Mannspersonen »m
von Glbuyo r, eine Tochter des vorgebuchten KönigeS, selber Unterricht im Christenthum nebst derTaufe verlangte. Die Herren Augustiner bekehr-ten c) darauf >754. eine ganze Nation Istnagagenannt, und brachten es dahin, daß dieIgorro.-reir und Tw ncziancr selbst um eine Unterweisungin der christlichen Lehre anhielten, sa man machtesich Hofnung, nun etwas grosses in den weitläufi-gen Landen anzurichten. Allein die neuesten Nach.richten lauten von diesen Insulngar betrübt. DieRömischen Lehrer müssen von den Heyden und Mu.hamedanern eine harte Verfolgung ausstehen, welche noch kein Ende hat. Die Wilden empörten sich,plünderten die Klöster, raubten die heiligen Gefasstund nöthigten die Christen in den dunkeln Gelun-gen sich zu verstecken Die Mohren auf der InsulLivor entführten 1739. den 2g.Octobr. den PaterLeon von Gr. Jose h, einen Italianer,der Mißio-
r) ^Lli b'ikor. eccles.lom.Vt. P.r-7- Bocks MßionS--esch. ! c.
s) S-diesen lll Theil p. ,lr.
b) t.eirrei ell>6,nre>iUec. XXllt.p. Z95.
c) LockS MißionSgeschichtr x. 44.
Kriege umgekommen waren.
In Gersten g) haben d»e Römischen Mißiona-rien zwar eine kleine Freude erlebt, sind aber auchauf der andern Seite wieder in einige Unruhe ge,setzet worden. Der grosse Tl-amas Aoultichauhatte durch ein besondres Edict allen und jeden Ar-ten der Christen die völlige Gewlsscnsfreyheit er-laubt. k) Die Armenischen Christen in einer Vor-stadt zu Ispahan sahen den Anwuchs der Cacholi-schen Christen mit scheelen Augen an. Ihre Geist,liehen beschwerten sich darüber bey den« Patriarchen,welcher deshalben bey dem Prinzen, dem der Königin seiner Abwesenheit das Regiment anvertrauethatte, Beschwerung führte. Dieser befahl demGouverneur die Sache zu untersuchen. Als sichnun die Römischen auf oben gemeldteS Ebict beru-fen,
liillor. eccles. I'.V. p.
e) l.errre; ellilirruc; kec.XXV. llm» l ep'nre p. 12.
s) l.errrc; eäiürnre; itccueil XXV. p- 40». 44;.billor. eccles. l . Vl. p yzr.
g) l.errrc; cölürnrerltec. XXV.p. Z«l.i>) Eben dieselbe l. c. p.zSz.