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n. Fortsetzung von t7z6.Lks 174a.
XV.
Was ist von der Mißion zu Madras wei-ter zu merken?
Die Sache des HERRN, welche in dieser neuenund vormals hinlänglich beschriebenen Pflanzstättemit so gutem Erfolg getrieben worden, hat seit der-selben Zeit einen Scegcn nach dem andern erfah-ren. Die Erndte der Mißionarien bey so vieler Ar-beit schien zwar r?z6. etwas geringe zu seyn, weilnur i z. Personen in demselbigen die heilige Taufstempfingen; allein die Güte GOttes ließ durch be-ständige Überwindung vieler und schwerer Hinder-nisse immer reiche Fußstapfen nach sich sehen. DieAnzahl der Verstorbenen war n. Personen, undin der Schule wurden 46. Kinder unterrichtet. ImSold der Mißion stunden zehn Personen, als Ca-tccheten, Schulmeister, Schreiber und Hausbc-dicnte. m) Ein gelehrter Vramaner machte sich mitdem Herrn Sarrorid bekannt, und legte demselbender Religion wegen n) einige Fragen, anfangs münd-lich und hernach auch schriftlich, vor, die ihm beynäherer Untersuchung der christlichen Religion nochZweifel erregten. Einige davon waren z. E. warumdie zweyte Person in der Gottheit So.) 11 heiße, undob dazu nicht eine bequemere Redensart vor-Handen sey? Wie und woher Moses die OrdnungderSchöpfunz der Welt erfahren? WennGOtt nichtUrheber der Sünde sey, wie denn ohne seinen Wil-len oder Würkung in dem Menschen der erste sünd-liche Gedanke habe entstehen können? Ob die in derBibel enthaltene Beschreibungen so vieler Kriege,Blutvergießens, Ausrottung vieler Völker, Übel-thaten mancher beute, u.s.f. wohl mit der Heilig-keit eines Gesetzbuches überein kamen? Wie die Hi-storie von Christo und der Christlichen Religion, Ur-sprung und Ausbreitung könne bewiesen werden?Die Religion und der Gottesdienst der Römischensey in vielen Hauptstücken gegen die Bibel rc. Die-ser Vramaner trug die Emwürffe der Christen wi-der die heidnische Religion vor andern Gelehrtenseines gleichen selber vor, um von ihnen eine zurei-chende Antwort zu haben, welche er aber nicht be-kommen ksntc. Er laß ein gutes Theil von der Bi-bel, und verschiedene christliche Bücher in Wardu-gischer, Malabarischer und Englischer Sprache durch.An dem Götzendienste bewieß er einen Abscheu, undgestund , daß er von vielen Wahrheiten der christli-chen Lehre eine grosse Überzeugung hätte? aber wei-ter wolte es nüt ihm nicht kommen. 0)
Unterdesten arbeiteten dieHcrren Mlßionarii auchfleißig an ihren Schriften. Herr Se.l ro mo ar-beitete das u:alabarifcl:e vl?örreroucb, so schon)tt Tranqucbar angefangen war, nun uchro vollstän-dig aus, dadurch den künftigen Voten IEsn Chn-sti unter den Heyden ein vorlrcfllchcs Hülfsmittelzur Erleichterung des Anfangs m ihrem Amte konteüberliefert werden. Er wurde auch mit seinem sogenanten Aufsätze von d.r Heiligen Schrift fer-tig, darinnc er die allgemeinen Wahrheiten von dergöttlichen Offenbarung und derselben Nothwendig-keit abhandelte. Über dieses brachte er eine har-monische Tabelle über die 4. Ev mg listen undeine Beschreibung der Religion, Gebräuche, undHistorien der Indianer zu Stande, und arbeitetean einer Geographie in malabarischer Sprache.
Die Schwierigkeiten zu Madras waren so groß,daß die löbliche Gesellschaft von Beförderungder Erkenrinß Christi in Cngeland vor gnc be-fand , lieber die Arbeit einiger M'.ßionaricn andcr-wcrrs anzuwenden , und eine Mißion zu Ludnluranzulegen. Herr Schulze hatte Ueber Lust zu Ma-dras zu verbleiben , und behielt also die Last in da«stzer Gegend allcine, als 1757. die beyden jünger,,Herrn Mlßionarii Herr Sartorius und Geisterzu dem Ende von Madras Abschied nahmen , undsich an den gedachten Ort begaben, p) Dem oh»-erachtet wurden die löblichen Bemühungen Christumzu predigen, sowol mündlich als»schriftlich, unddurch Ausstreuungen guter Bücher, insonderheitaber den Umgang mit den Gelehrten des Landes fort-gesetzet , und dadurch mancherley Nutzen gestiftet.Die Gemeine wurde mit 117. Ncubctehrlcn vermeh-ret, g) und Herr Schulze scztc das Werk untermancherley Abwechselungen seiner Gesundheit undder auserlichen Umstände fort r) Er bekam an ei-nem vormals schon zu Madras gewesenen Cateche-ten, Eiloch genannt, den man ihm wieder vonTranquebar zuschickte, einen getreuen Gehülfen. ,)Denn dieser war geschickt, die malabarischen Pre-digten ordentlich und deutlich zu wiederholen. Ergieng fleißig unter die Heyden , und hatte nicht nur!mit den Einfältigen , sondern auch mit den Gelehr-ten unter denselben öftere Unterredungen. Alsihm einst ein junger Vramaner aufstieß, den manfür einen sehr gelehrten Mann hielt, nahm er Ge,legenheit sich nach dessen Gelehrsamkeit etwas qe,nauer zu erkundigen. Er erfuhr endlich aus dem-selben, von seiner Gelehrsamkeit so viel: Er habe
2>Kinai,
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rn) Xl.lV. Lonr'muLc. p. 1085.
Ost-Indische Errichte I. c. p. 1271.7-770) Xl.IV. ^omin.nou i' icßz.
x) >. c. Vorrede H V.
»z) DorkS MißionSgefchichte p. ri«.r) Xl vl. (^onrinurr-Vorrede §. Xl. xll.
;) p. ,6:5.