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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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1l. Fortsetzung von 1756. bis 1740.

Herrn (Dglcrhorpe vor die Indianer an; und manschrieb, daß sich nicht nur ganze Nai,one„ einsän-den, bey den Brudern das Evangelium zu hörensondern auch die Kinder der Indianer in der Schuleallbercil keinen geringen Ansang gemacht hätten. >)Allein nach und nach verschwand alles wieder, wiees bey dergleichen Anstalten! zu gehen pfleget, u)So sehr sich Herr Dglcrl>?i'pc angelegen seyn liest,den leiblichen Instand der Colonie zu verbessern, undimmer neue Colonisten aus der Schwein, der Pfalz,den Würtenbergischen und andern Landen dahin zubringen; so schlecht stund es immer um das Geist-liche. Die grosse Hofnung, so man sich von Bekeh-rung ganzer Nationen gemacht, wolle gar langsamin Erfüllung gehen. So gut die ehemals erzehlteErklärung des önigs Tomo-Cachee gegen die Chri-sten war; so bewiest doch der Erfolg, daß es entwe-der ein leeres Eompliment gewesen, oder der Königsowol durch das unordentliche Leben einiger Christen,als durch die Uneinigkeit der bekehrenden Bruderabgehalten worden, einen Schritt näher zu wagen.Doch that er noch in seinem Tode, welcher 17^9.erfolgte, soviel, daß er vcrcrdnete, man solle ihnals einen Unterthanen des Königs in Engeland untcr die weisen Leute begraben. Dahero auch HerrDglethnpe sein Begräbnis mit vielen Solennitä»ten zu G^vannal) besorget hat. Er hatte seinenSohn zwar dem Herrn Inghain zur Informationübergeben, aber er lies sehr schlechte Hofnung eineskünftigen tugendhaften Wandels oder gar eineschristlichen Wesens an sich merken, x) Hr. iT'csley ^und Inghanr gingen 17z 8 wieder nach Engelautzurück;/) N)hirsield hatte nirgend seine bleibendeStätte; und Herr Oglethorpe musie sich umsehen,wo er nicht nur für die Gemeine zu und umvaililäh, sondern auch für andere also nach der Zeitgepflanzte Eolonien als Friedenca,, Darren, undjandere geschickte Prediger hernehmen wolte. AuMrameilöurF in LTord - Laroline lies sich einKupfer» und Petschafcstecher, Giesendonner gc,nannt, zum ordentlichen Prediger bestellen, r) dermit der letzten Eolonic Schwerer dahin gekommenwar. Im Jahr 1758- meldete sich einer bey demHerrn Oglechorpe zum Prediger in Gavaimah,der in Pensylvanien seine Dienste angeboten hatte,und nicht unterkommen können,weil er aber nichts er-hielt,begab er sich zu einer benachbartcnGemcinc,taufte,iund sing an eine eigene Gemeine zu machen. Er führtesich aber dabey so unlauter auf, daß ihm diese gar

r) Dieselbe p. III. p. 74. V. IV. p. 781.

u) Dieselbe l . IV. 8y>. l. ili, p. 12x8.

x) DockS Msiio'iSges-knchle p. :4>.

7) kill. eccl«!. t'om. IV. p. 294. 195.

r) Eben dieselbe I. IV. z». 89;.

bald den Abschied gab. a) Nach rdenca ver-langte Herr C>glcli?o,pe einen Srudiosum aus.yallc, weil sich viel Deutsche daselbst besä.den, doch ti>l er bisher» noch nicht damit versck cn worden, b) ^D e neuesten Nachrichten haben g> r vcl ltchern wol- 'le», daß sich ganz Georgien kein (Englischer)Prediger mcpr befunden habe, ansier daß sich m dem ^Wayscnhanse bey Savannat), so Herr N. hltslcl')vor kurzen angefangen hat cn, Studiosus befände,der aber noch nicht ord.n'.ret sey. c) Die Lutheri-schen zu Savauiiah werden unttrdcsici, von den ^Zerren Predigern zu Eveirezcr, soviel sie abkom-mcn können, fleißig besucht. Dle tünftlge Aeit aber /wird vielleicht von dieser Gemeine ein niehrers leh» Fren, bey welcher auch die leiblichen Umstände nicht rzum besten diese Jahre über gewesen sind H. I

Unter den Bemühungen der Hollande- kan mandoch in unsern Tagen noch eher etwas als in den -vorigen Zeiten berichten. Auch diese haben ihre Leh« ^rer unter den Heydcn, ob man gleich nicht so viel AKosten und Mühe auf die Bestellung derselben, als ^auf die Handlung wendet. Den gröstcn Theil ihrer /Landschaften in Ost-Indien haben sie den Portugie- ^scn abgenommen. Diese harten schon cme grcfle ^Anzahl Gemeinen nach Römischer Art gesannnlet,welche die Holländischen Mlßwnarien hernach fort»gesetzet und gebssserl haben. Man machte ,727ein Verzeichnis dieser Lehrer bekannt, daraus mansahe, daß sie derselben 48 in Indien, in den weit-läuftigen Gegenden, Inst»!», und Reichen hatten.Bey diesem allen waren die Anstalten nicht so, daßman sich ein sonderbares Wachsthum derselben hätteversprechen können, wie man wohl häkle wünschenmögen. Doch seitdem die Dänische Mißion >n Ost«Indien zu Stande gekommen, so «stauch hierzu mehrund mehr die Anstalt auf reformirter Seite verbes-sert worden, e) Auf der Insul ibcplon konte manehedem auf zocxx>o Christe,, zehlcn. Man hat et- >wa vor fünfzehn Jahren angefangen in beyden ^Mundarten der Leylauer, nemlich n, inalabari-scher und cintfalellscher Sprache zu predigen. !Allein der Herr Gouverneur Iittliof rhal ,n den !letzten Jahren noch mehr. Wie er die Absichten der 'Dänischen Mißioi, überall befördert hatte: also ließ >er sich auch selbst die Sache in den ihm untergebenenGegenden angelegen seyn. Er suchte seinem Volkdas Wort GOlteS u, ihrer Sprache in die HändeI iu

2 ) Eben bickklbe p. v. p.

b) kiklor. eccle>. I. VlI. gzS.

c) Dieselbe I om. VIl. p. 896.ä) Dieselbe I'. Vl. p. »88.

e) Docks M,ß.onszcschichcc x. 5egg.

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