Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

I. Cap. !V. Abth. von den Zwistigkeiten.

4>5

4. x) Er hatte die in der ersten FranzösischenSammlung befindlichen Schriften abdrucken lassen,und darunter seine Anmerkungen gesetzt. Er ver-theidigte dariune die Satze seines ehemaligen Leh-rers Herr Langcns wider die Rcinbecklschen Be-antwortungen: muste aber sehr ungleiche Urtheile,wie es bey dergleichen Schriften geht, darüber aus-stehn. Ii) Herr Lange schickte solche alsobald demZvönige zu: aber es erschienen gar bald und gar vieleSchriften darwidcr. In der Schrift: Vernünf-tige Gedanken, wie man einen Atheisten über.führen solle i) rc- so eigentlich wider Herr P.Palmen gerichtet war, bekam Herr Bertram des-wegen seinen Theil zu erst. Denn sahe man einGcndsch eiben an Herrn I-G.Reinbeck,worin-nc dieselben gehorsamst ersucht werden, derBert amrsthen Streitschrift mit keiner Ant-worr zu begegnen K) 17^7. Der Verfasser hat-te zugleich einige Stellen des Vertramischen Werksuntersucht. Herr Reinbeck antwortete selbst in sei-ner Erörterung von der.philosophischen Mei-nungen von der I^armoniii jirLllabilica, sowolHcrrBertramen als andere Gegnern, ohne ihre Nahmenund Schriften zu nennen. Allein der Hauptgcgner, den Herr Consistorialrath Bertram bekam,war ein Advocat zu Berlin, Herr Georg F>. iedrichMöller, welcher ein Sendschreiben an HerrI.'F.Leruain, darinne ihm die Beantwortung seinergewi Anhaften Aninerkungenübcr die vorläu-stge Schmzstchrifr - - als eine Beylage iub Lckr.

communiciret wird, 17)7. in 4. herausgab: 1)darinne Herr Bertram dem Ansehn nach ziemlichhöfliche, aber in der That sehr stachelichste Antwor-ten bekam-

Darauf zeigte sich bald eine Gelegenheit demHerrn Advocat Möller zu antworten. . Die Rein-heckifche Meynung von der vorherbestimmten Har-monie gab Anlaß, daß Herr Bertram eine Be-leuchtung der neu getünchten Meynung von derLlurmonig praeliabilua 17)7. Bog. schrieb.Die Schrift war wider Herr Rcinbccken, aber derAnfang hieß: Bescheid für den Herrn Advoca-renMLUr: Also war beyden auf einmal geant-wortet. m) Doch es fand sich nicht nur gar bald einanderer, der Herr Reinbecken wider verschiedeneGegner und also auch wider den Herrn Bertram

Sendschreiben au den Herrn von B- 171?. ")sondern Herr Möller antwortete auch selbst in derUntersuchung der Brrtramischen Befeuchtungi7g8- in 4. dabey ein Anhang wider dcnobgcdach«ten Veramander befindlich war. 0) Man darfnicht denken, daß dieses die Schriften alle sind, soHerr Bertram die Schädlichkeit der WölfischenWeltweishcit zu zeigen, geschrieben hat. Er nahmnicht nur in seinen vermischten theologischen undphilosophischen Betrachtungen, davon 1740.schon der dritte Theil x) zum Vorschein kam, Gele-genheit seine Gedanken wider die Wölfische Philo-sophie wieder mit einfliessen zu lassen, sondern er thates noch in besondern >Schriften. Er schrieb ^ulebiiVimiZenas S-ndschreiben VON dem wölfischenkam - - samt dessen Reflexionen über den Je-snirischen und ausländischen Beyfall der wöl-fischen? Philosophie i?Z7- in 8. g) Ferner saheman in folgendem Jahre von ihm: AbgedrungeneAbfertigung einiger Wölfischen Historien undLegendenschreibcr, darinne unterschiedliche diewölfische Streitigkeiten betreffende Umständeentdeckt und erläutert werden, 1758-in b- In-gleichcn noch: Den erläuterten und vertheidig-ten Ioh. Eleuth. a Verimomibus 1758. in 8-u. d. m. Ja er soll noch verschiedene dergleichenSchriften in Mspt. gehabt haben; r) von denen wirnichts sagen können, ob sie noch zum Vorschein gekom-men find, oder kommen werden.

Wir übergehen das, was in den gelehrten Zeiltungen, Tagebüchern und andern Schriften, diezufälliger Weise und nur beyläufig der Sach gedacht,zu Herrn Langen oder Reinbecks Vertheidigunggeschrieben worden. Wir gedenken vielmehr anden andern Beystand des Herrn D. Langens anHerr Strahlern zu Halle. Dieser ist schon aus denvorhergehenden bekant, und hat in sehr vielenSchriften den philosophischen Streit fortgesetzet.Man darf aber hier nur das anmerken, was er zuVertheidigung dessen, was HerrD. Lange aus theo-logischen Gründen an der Wölfischen Philosophieausgesetzt, geschrieben hat.

Auf die schon oft gedachte vermuthliche Ant-wort des Herrn Reinbecks, setzte er gleich An-fangs: Abgenörhigre Rettung der gerechtenSache, wider eines ungenannten Verf.st

, ... ,, wrder eines ungenannten

verteidi gte, ncmlich Herr Gurke m einem zweyten scrs vermuthliche Antwort und Herrn wol-

x) »lisch. Nachr. ,7;?. x. ;6y. fens eigene Antwort, auf des Herrn D. Lan-

d) kudovici ausführlicher Entwurf?. II. x. 6rz.

H t'udovici >. c. 62z.

K) Hamburg. 5 /mchte »7Z§. i>. 9)2.

!) Leipz. gelehrte Zeitung. - 7 ; 7 > p- 244. UnschuldigeNachrichten 17-4. p. z ry.

m) Ludovici.neueste Merkwürdigkeiten der WölfischenWeltweirche»'.^ 486 .

gens

n) Ludovicj neueste Merkwürdigkeiten p. 545.

0) Ludovici l. c. p. 547.

p) Moscrs Lericon iezt lebender Eortesgelehrten x. 449.g) Frnbaufgeleseuc Fruchte 17,7. p. 194.r) Moscrs Lcxicon der Gottesgel. x. 45c. und Ludovicj I.c