I. Eap. IV. Abth. von den Zwistigkeiten.
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LlMstus in Most und den Propheten widerdie in vielen Hauptstückcn grundverderblicheÜbersetzung der fünf Bücher Mosis - - erstesStück 7. Bog. in 4. Dieser Beytrag fastete Vl.Stücke in sich, so Schiniden mit seiner Überse-tzung betrafen; aber alle vormals schon sind erzehletworden.
Wie die Wölfische Philosophie mit in die Histo-rie dieser Übersetzung geflochten worden, ist aus dem,was vorhin bey jenen Streitigkeiten gedacht worden,zur Gnuge bekant. u) Man sahe daher auch derglei-chen Schriften noch mehr, in welchen man die ver-wegene Übersetzung dieser Weltweisheit zur Last leg-te ; dergleichen war: Uarmonia per iniluxum Ikabi-lira: d. i. die durch einen erwiesenen Einfluß ge-würkte Übereinstimmung der Wölfischen Phi-losophie mir dem wertheimischen Bibel-werk rc. von einem Kenner der ächten Philosophie17;7. in 4. In dem ersten Abschnitte dieserSchrift wolte der Verfasservornemlich in eilfPunc-ten, als Wölfischen Lehrsätzen, die Übereinstimmungder Wölfischen Philosophie mit der WertheimischenÜbersetzung anzeigen: in dem andern aber darthun,daß diese nicht eine Misgeburt, sondern eine eigent-liche Ausgeburt von jener sey. x) Daß man auf
mißion zu Untersuchung der Sache schleunig beför-
dert werden solle 7). In den Lhur-BayerischenLanden wurde das Kayserliche Eonsiscationspatent zueben der Zeit bekant gemacht, und darneben scharfgeboten^ darauf)» sehen, daß die Lutherischen Buch-händler , so von Augspurg und Nürnberg auf dasi-ge Jahrmärkte kämen, nicht etwa diese Bibel oderandere höchst schädliche Bücher mit dahin brächten.Eben diesen Eifer bezeigte man. auch in den Hessen-tzar,„städtischen und Ostfriefischen Landen 2).
Die Gelehrten blieben dabey nicht müßig. InVstfriesland hatte Herr Bertram in dem er-sten Theil seiner vermischten theologischen undphilosophischen Betrachtungen 2), wider dieUebersetzung in einer eigenen Betrachtung das seinegethan, die er abgestreifte Feigcnbbrtter desWertheimischen Bibelüberseyers nannte: inwelcher er die Vertheidigung des UebersetzerS gegenHerr D. Langen, so i B. Mos. III, 1;. betraf,in genauere Prüfung zog. Man widersprach demUnwesen fast auf allen hohen Schulen in Deutschlandin diesem Jahre. Zu Greifswalde that es M. Cel-los in einer unter D. Lütkemannen gehaltenenDisputation cis variciniorum er m^lkeriorum narura.In Jena geschahe es unter dem Vorsitz des Herrn.Seiten der Wolsianer dieselbe auch an KindesstathD. walchs in einer Abhandlung cis ^ntilcripcu-angenommen, wolle er aus dem Beyfall des M. rariis Ipeciatim ^crrkemenll : zuAltorf that es D.Steinwehrs, des Verfassers der Leipziger gelehr- Tresenreuter in einen Programms: cis remcricateken Zeitungen, und anderer Wolsianer beweisen. nennenevticL lgcree noxia: dabey der Verfasser nochEben dieses hatte schon im vorhergehenden JahreHerr Bertram in seinen Anmerkungen über dievorläufige Schutzschrift behaupten und versichernwollen, daß die Anhänger dieser Philosophie in denBuchläden hin und wieder nach der WölfischenBibel gefragt hätten' Insonderheit hatte er denHerrn Probst Keinbeck, dem man einige Bogender Übersetzung vor dem Druck im Mspk. zugesandt,'und sich dessen Gutachten darüber ausgcbeten habe,einer grossen Kaltsinnigkeit beschuldiget. Doch ent-schuldigte Herr G. F. LNoller den Probst Rcmbcckdeshalden in der Beantwortung, die wir droben beyErzehlung der Bertram - und RcinbeckischenStreitigkeiten angeführet haben.
So geschäftig die Federn der Gelehrten waren,sich diesem Beginnen zu widersetzen, so nachdrück-lich waren die Verordnungen der Grossen. Manmachte den Schluß des Kayserlichcn Reichshofrathsvom 12 Jul. »7Z7 bekant, kraft welches der in-haftirte Schund bis zu AuSgang des Processes vcr-wahrlich behalten , und die allerhöchst den HerrenFürstrn des Fränkischen Kreises aufgetragene Eom-
an einen andern guten Freund in käsiger Gegend,nemlich an Herrn LNorl gedachte, dessen Unterneh-mungen mit den daher entstandenen Streitigkeitenhernach sollen erzehlet werden. D. Steuber lieszu Kutteln eine Epistel an die ihm untergebene Pre-diger drucken, in welcher er die Übersetzung desWertheimers bey der Stelle ,. V. Mos. I, 2. wi-derlegte b). Zu Witte,,borg bezeigte man in ei-ner unter dem Vorsitz des Herrn Professor Georgigehaltenen Disputation cie k. l.ucbcri verlione biblio»rum Zermanica omnium oprima receruioribu; pncilll-murn verlionibu; vernaculi; oppolico , abermals seinMisfallen darüber.
Zu Göttingcn rettete Herr Oporin in einerAsketischen Rede die Stelle von Christo 4 V. Mos-XXIV, 17. sog. wider gedachten Uebersetzer und an-dere Ungläubige c). In Leipzig nahm M. Beckin einem Glückwunschschreiben cle Vecoro vei, Ge-legenheit', das ungegründete Vorgeben des Wcrt-Lll 2 hsimerS
7) Eben dieselbe V. ll. p. 4^0. leg.r) Eben dieselbe r. ll. p. ,on. leg.
2) -VÄ» lüllor. ecclek. 1?. ll. p. 994.
b) billor. «cclek. 1". Ill, p. ,z6.
c) Eben dasebst x>. 14».
u) Walchs Einleitung in die Religionsstreitigkriten derLutherischen Kirche 1'. v. p. izgs.x) lkill. Lcclsi'. 1'. ll. p. zs6. 5cg.