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Is. Fortsetzung von r?z6. bis 1740.
der Gemeine zu Gödens, 1740. Sie hattenaber keine grosse Ursache sich über den Zuwachs zuerfreuen, da man wüste, daß dem Herrn Dreaseine Religion so lieb als die andere, war- u)
In Ebesack'en hat man noch über die Frage:
tichrung verschiedener Umstände bey der Ge-burt Christi, die nicht schriftinäßig stnd, 1740.Die Erdichtungen der lieben Alten selten sol-gendc seyn: 1) Christus sey in der Nacht ge-boren, 2) Christus sey in» Stalle geboren. z)EcVon der oulasiigkcir der Ehe mir der verstor^sey in eine Krippe geleger worden, welches allesbcnen Frauen Schwester einige Schriften ge-iHerr Ranft aus der Schrift widerlegen wolle. Dar-wechselt. Im Jahr 1756. kam heraus: D. Ja- auf erschien bald e»ne Antwort: Der lieben Altencob Gabr. Wolfs rechtliches Gurachren über Einfalt, in welcher ste Schriftinäßig geglaubt
Christus sey zu Lerhlehein ,n der Nacht stn
die Zuläßigkeir der Ehe, mir der verstorbenenFrauen ihre Schwester: welches schon 1732. beyGelegenheit einer hohen Rcichsfürstlichen Vermäh-lung zu Vertheidigung dieser Ehen aufgesetzet war. x)Das folgende Jahr sahe man noch: gründlicheUntersuchungen, ob vermöge göttlicher Ge-serze man seiner Frauen Schwester heurarhendarf, i7g7- dieses war ein theologisches Gutach-ten der F-rculrät zu Marpurg, welches schon1718- abgesasset, und wider dergleichen Ehenwar y) Hingegen halte man dem ersten HallischenGutachten entgegen gesetzt: D. Fridrici BenCarpzovii Dilputacioncmclc poena LxcitlOnjz in incesta; nupcia« ckrcma. Wittenberg, »7Z8- r) Dochwurde dem ohngeachtet die Zuläßigkcit solcher Ehenhier und da , als von Herr Canzen zu Tübin-gen a) und andern behauptet. Wegen der Ehe-scheidung fand man auch in den Schriften man-cher b) Theologen und c) Rechtsgelehrten vcrschie,deneS zu erinnern,
6. Als der Fürstliche Hofprediger Rosa <i) zuKöthen eine allegorische Predigt von dem wiederlebendig gemachten Adam über die Geschichtevom Jüngling zu Nain gehalten hatte, so schriebein Reformirter unter dem Nahmen Orcholbenplnl,etwas dargegen , und wolle iencn über die Redens-art: daß auch Wiedergeborne in den IrrthumBileams fallen könnten, zum Pelagianer machen,und die Anhältischen Theolegcn darüber zürn Ei-fern ermuntern. Allein die Sache ist von keinerFolge gewesen.
7. In dem Stifte Zelrz entstund über der Ge-burt Christi ein Streit, den die Kirche ganz wohlhatte entrathen können. Herr M. Rmlfc, der sichdurch andere Schriften bekant gemacht, lies einSendschreiben an Herr D. Schulzen unter der Auf-schrift drucken : Der lieben alten Einfall, in Er
u) zkkr klick. kiccles. 1*. kv. p.8ry.x) Frühaufgelesen e Früchte »797. x. »47.7) Eben dieselbe >7;?. ?- Z)-r) Eben dieselbe 17;». p. ri;.
») Unschuldige Nachrichten 17z8. x. 689.t>) Unsch. Nachrichten 17;». p. no.c) Fruhaufgelcsen« Früchte >7;». P.l-y.ü) Unsch. Nachricht. 17,8. x. ;;6.
einem Stalle geboren, und in eine Krippe ge-leger worden.- - - Wolle ein Verrhcidigungs-worr reden M. Johann Gorrllcb Vorjay.Herr Ranft setzte darauf die Streitigkeit fort, ineiner andern Schrift, der er den Titul gab:Sendschreiben an Herrn M. Vorsatz, worinndie Meynung, daß Chrrstus weder in derlTlachr, noch in» Sralle geboren worden, ge-gen dessen unbescheidene Censuren v.rrheidigcrwird, 1740. e) Er hatte bannn eine scharfe Federgebraucht. Sonst erklärte er sich aber, daß er seineMeynung nicht vor gänzlich ausgemacht halten, son-dern nur snne Zweifel wider eine Sache habe cröftnen wollen, davon er in der Schrift keine gewissenSpuhren zu striden geglaubt habe. Darauf erschieneine andere Schrift, deren Verfasser zwey Advocatenin Zeitz seyn selten, unter de», Titul: I.L. luri»Scuciioli unschuldige An»r»crkungcu, nebst-HerrnD-G.B. unparrheyischcn liesponlö lur^ übergedachtes Sendschreiben, »741. darin eine gutecLachc schlecht vertheidiget war. k)
8. Wegen der Taufe, noch nicht abgelöstenKinder hat man verschiedene Schriften gesehen :Es betraf einen Prediger bey Torga»^ Herr DllIs»hann Sanruel satten der schlvere Fall, daß er zueiner qebährenden Frau gerufen wurde, welche emschwaches Kind zur Welt gebohren hatte , und sichselbst in Todes Gefahr befand. Das Kind. warnoch nicht gelösct , und er lies sich auch noch nichtthun : unterdessen rufte man i^m allenthalben zu :Er solle dem Kinde die heilige Taufe nicht versagen.Er taufte also ehe das Kind noch starb , fand aberan seinen Nachbaren Herr M. Johann SamuelSchröern einen Gegner, der solches nicht billigenwolle : Dieser lies zu Leipzig drucken : D c norm«- Gcrvissensfrage : ob ein jetzt zur Well gc-ornes Kind, ehe es gelöser wird , zu raufensey ? »7Z9- darinne er eine solche Taufe vor ungül-tig erkante. Magister Cllro antwortete darauf, infreie»» brüderlichen Gedanken von der gedach-te»: Gewissensfrage, 1755. Weil aber Magister
Gchröer
e) XÄr klick. liccl. 7 ^ V. p. ns. sey.
f) Xü» klick, l^ccles. lom. V. p. 606.