III. Cap.I. Mth. vomKirchenregimente.
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versttät die Kayscrlichcn und Königlichen /Privilc-gia, die Generalstatutcn, Matricul und Siegelübergab. Nachdem nun der neue Prorector einelateinische DankjagungSrede gehalten, sang mandas Ic veum llauäamu;, und ging ohne Ceremo-nien nach Hause: Ausser das der neue Prorectormit einer Proceßion in sekll Haus begleitet wurde.Den ganzen Tag brachte man mit allerhand Frcu--cnbezeugungen zu; der folgende aber war zu einersolennen Promotion in allen Facultäten ausgesezt.Auf diese Inauguration sind verschiedene Münzenvon 17^4. und i?z6. gcpräget worden. Verschie-dene auswärtige, und inländische liessen sich angele-gen seyn, in öffentlichen Schriften ihre Freude überden Flor und neuen Zuwachs der Wissenschaften inden Hannoverischen Landen an den Tag zu legen m).Die wichtigste Schrift «n der Sache ist aber folgen-de: Oe acallemia gu-e Oolr.ngrr
cll, a lersnilinno pocenullimogue priocipe acOomi-nv 6eorZio II. lll. ürillsnmae kranciae cc bild ruiae, äekentore liäei, äucc Lrunsviceuli er llunc-burgenli 8. ll. ebelaurario ei LllAore conclna
er il. xvii. 8epc. cw <c ce xxxvn. lvlcnnücr llellica-ta breviz narratio In. .VIackiae 6 rncri : aäjeAa pr«vile»ia caeläreurn acgue rcxium icemgus inon^men-kr al,a lnstori^-n acallemiae comincnria algue.il-lullranria. 6-ul>ngae apucl ^br« van llcnllueclc,^ca-i. P'^pogr. kni. ^ Bogen n).
Über dieses liessen Ihr» Königliche MajestätI7Z7. eine neue Schulordnung machen, welcheI7z8-zum Vorschein kam, und viele vortrcslicheAnweisungen und Vorschriften enthielt, v) Derberühmte Herr Pros. Geßner war zum Inspecrorüber alle Schulen in Dero Deutschen Landen verord-net, und unter dessen Aufsicht in Göttingcn ein be-sonderes Seminariuin angelegt, darin tüchtigeSchullehrer sollten zugezogen werden. Ja damitdas Ansehen der Gelehrten in dasiger Gegend be-fördert würde, so war die Verfügung gemacht, daßdiejenigen, welche auf Universitäten promoviret hät-ten, in geist, und weltlichen Beförderungen, voran-dcrn gewisse Vorzüge haben selten p)
Weil die Jugend, die in den Schulen zu erziehenist, nicht alle in einerley Absicht die Schulen besu-chet, so haben Ihro Königliche Majestät von Dän-neinark zu Alrona, 17z 8 > nach diesen verschiedenenAbsichten ein Gymnasium anlegen lassen. Diesesbegreift: l) Eine Vorhereirungösichule vor die-jenigen, die nur als wahre Christen und gute Bür-ger einmal Unterricht nöthig haben. 2) Ein pae-
dkgoglum, vor die, welche in ihren künftigen Um-ständen die Erkentniß der Sprachen, Künste, Ge-schichte, Sittenlehre, und andere Stücke der Ge-lehrsamkeit nicht entbehren können, z) Ein Gym-nasium Academicum vor diejenigen, welche ei-gentlich den Studien völlig gewidmet sind. Dieleztcn zwey sind insonderheit so mit einander verbun-den, daß sich eins auf das andere beziehet, g)
In Halle legte Herr Mag. Gemmler, der seitvielen Jahren die Aussicht über die deutschen Schu-len bey Halle geführet hatte, eine so genannte ma-chemarijche, mechanische und öconomische,Realschule an, welche i7Z§. auch höhern Ortsapprobiret wurde. Die Kinder selten darinne aufeine besondere Art durch den Augenschein von aller-hand nöthigen Dmgen in der Mache narick, in denmechanischen Bünsten und in der -Haushaltungunterrichtet werden, damit sie nickt nur zu einernähern Erkentnis des Schöpfers, der Heilsordnungund der Kirchengeschichte, sondern auch zu Erkent-mß der AnfangSgründe solcher Wissenschaften gelan-gen möchten, die sie ,n dem gemeinem Leben mitNutzen gebrauchen könnten, r)
In den Königlich Preußischen Landen sahe man17z 5. eine Verordnung, daß man aus allen Schu-len um das neue Jahr eine Liste einschicken und mel-den solle, welche Kinder zum Studiren tüchtig wärenober nicht, damit man diese zurück halten könne, z)Hingegen als der Inspector zu Dedeleben Tenderunterthänigst im Vorschlag brachte, daß ein iederPrediger von seinen Eingepfarrten ebenfalls einebesondere Conduitcnliste, wie von Predigern undSchulen verordnet worden, halten und einschickensolle; erhielt er zur Antwort; daß well man mitder Eonduitenliste der Prediger noch nicht alles ein-mal in Richtigkeit habe, man wegen allgemeiner.Anordnung der Parochiallisten noch Bedenken trage,ihm aber doch frey stellen wolle, dergleichen in sei-ner Inspection zu versuchen, c)
Die Schule zu Hailsbruiineu wurde auf Be-fehl des Herren Marggrafen zu Anspach 1736. undzu Vayreuth 17z?. gar aufgehoben und in beydeMarggräfiiche Residenzen zur Verbesserung derFürstl. Gymnasien verleget, aufweiche beyderseitsHochfürstlicke Häuser grosse Sorge und Kosten Zeit-her verwendet haben, u) Hingegen wurde zu Frank-furt am Mayn 17z;. ein Semiliarmm rheologi-cum errichtet, darum alle z Monate eine theolo-gische
m) /VÄL kitlor. ecclef. I'.n. tz. z xz. 760. 9;z. 1071.
Lew; all. Zeit. >7;z. x. 56«.v) Eben i» scibe -?;8- p- »Hy.
?) Eben daselbst z>. >25.
g) billor. eccleL 17. V. p. ;^6.r) Eben dieselbe v. IV. p. 19 z.
») Dieselbe 7'. II. p. iz».r) killor. Lcc es. 1. VI, 7 - 4 .
v) Ebcy dieselbe. l,L.