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Geschichte der englischen Revolution / Von F.C. Dahlmann
Entstehung
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neu ihrer Entwickelung, für deren Rechtmäßigkeit sie zumTheil noch heute zu kämpfen hat. Bedenken wir daßHeinrich VIII. Zeitgenosse Maximilians und Karls V.,Solimans des Großen und des Großmoguls Baburwar, welcher durch die Unterwerfung von Hindostan derfernen Zukunft Englands vorarbeitet. Aber schwerer alsAlles wiegt, daß sein Zeitgenosse Luther war.

Der zweite Tudor ist der wahre Vereiniger derRosen, denn in ihm mußten auch dieAorkisten von we-gen seiner Mutter den ächten Thronerben sehen. Alsounbestrittenes Erbrecht, unvergleichlicher Reichthum undin dem blühenden Alter von achtzehn Jahren die Aus-sicht auf eine lange Regierung finden sich hier zusam-men. Dazu kam eine ungemeine körperliche Stattlich-keit. Ritterlichen Uebungen ergeben, ein leidenschaftlicherFreund der Jagd, hielt gleichwohl der junge Fürst seinedrei Messen des Tages regelmäßig ein. Es war eineFreude ihn latein, spanisch, französisch reden zu hören;war er doch als jüngerer Sohn ursprünglich für einhohes Kirchenamt gebildet. Wenn noch der Zuversichtauf die Dauer der Dynastie, die auf zwei Augen stand,etwas abgehen mochte, so erfüllte die Vermählung desKönigs mit Katharinen von Arragonien gleich im er-sten Sommer alle Wünsche. Katharina schwur, daßihre Ehe mit dem jungen Arthur nie vollzogen sey. Sokonnte der Päpstliche Dispens nicht ausbleiben.

Auf den Rath seiner Großmutter, der Gräfin Rieh-