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Geschichte der englischen Revolution / Von F.C. Dahlmann
Entstehung
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richten „Ich glaubte, Herr Prynne hätte keine Ohrenmehr, aber mir kommt's vor, er habe noch Ohren," undein Gerichtsdiener mußte nachsehen. „Mylords," riefPrynne, „ich bitte Gott um nichts, als daß er euchOhren geben möge, um mich anzuhören." Währendder Vollziehung sprach Prynne zu der Volksmenge, dieunzählig zusammengeströmt war: „Christen, wäre es unsum unsere eigene Freiheit zu thun gewesen, so befändenwir uns nicht hier," (denn er hatte Genossen seinesSchicksals, und eben so heldenmüthige,) „um euer AllerFreiheit willen haben wir die unsrige aufs Spiel ge-setzt. Wachet über diese, ich bitte euch, haltet fest, seydtreu der Sache Gottes und des Landes, sonst werdetihr und eure Kinder in ewige Knechtschaft gerathen."Man rief ihm Beifall zu. Die Vermählung von kirch-licher und politischer Freiheit ward damals im Herzendes Volks eingesegnet. Mochte der Eine dem Hampdenals Muster folgen, dem Andern das Beispiel Prynnesvorleuchten, man erkannte den gleichen Boden, auf wel-chem beide standen. Prynnes Laufbahn war nicht zuEnde, aber noch manches Jahr verging, daß Karl unum-schränkt herrschte.

Laud, jetzt Erzbischof Land, war in seiner Art ganzein Wentworth, nur noch unbedingter, weil er sich alsKämpfer in einem heiligen Berufe betrachtete. „Durchund durch" ist sein Wahlspruch. Schon hat er die eng-lischen Kirchen wieder mit allerlei Zierrath und mit Bil-