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Geschichte der englischen Revolution / Von F.C. Dahlmann
Entstehung
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zu Anfang jeder Sitzung ein Aufruf der Namen statt-fand, trieb sie hernach wieder zahlreicher hin. Schwandso das Oberhaus an Zahl zusammen, so kündigte sichdagegen in der Beschaffenheit des Unterhauses eine be-denkliche Veränderung an. Die Jndependenten machtenAnstalt den Presbyterianern über den Kopf zu wachsen.Immer häufiger hörte man extreme Fragen auswerfen,wie: „Wozu überhaupt ein Klerus? der Herr kann jajedem Gläubigen den heiligen Geist verleihen." DieseGleichheitsforderung, auf die bürgerliche Gesellschaft an-gewendet, schnitt die Krone und den Adel hinweg. Vieleredeten von der nothwendigen christlichen Gleichheit derRechte und die verführerische Lehre von allgemeiner Ver-mögensgleichheit blieb nicht unbesprochen.

Das zweite Jahr des bürgerlichen Krieges neigtesich zu Ende, als Karl sich nach langer Zögerung ent-schloß dem wachsenden Dränge der Zeit durch eine großeMaßregel zu begegnen. Eines that ihm bisher in sei-ner Lage wohl. So beschrankt das Gebiet von Eng-land war, in welchem man ihn als König anerkannte,in diesem Gebiete herrschte er unumschränkt. Geradedas aber mißfiel dem einsichtigen Theile seiner Rathge-ber. Dieser wollte aufrichtig die Macht der Krone, al-lein er wollte sie in den gesetzlichen Schranken', wie dieBitte um Recht sie neuerdings darstellte. Darum ließendiese Männer den dünnen Faden nicht abreißen, der denKönig an das Parlament von Westminster knüpfte, wuß-