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Churfürst,briäerlsus H. klsciclus, und sein Bruder Hektz-gmur, Miethen schon wieder mit einander in einen Rrieg; da sie doch ho-he Ursache hatten,friedlich mit einander zu leben, und beyde vor eine»Mann zu stehen, weil die Böhmen auf drey und sechzig Bcädce undSchlösser in Sachsen einen Anspruch machten, auch droheten, ihreForderung mit der Gewalt zu behaupten, wann stein der Gürekeine LatlLLSion erhalten könten. Den Anlaß zu dem neuenRrieg
Es hatte Heinrich, Graf;v Schwaryenburg, Herr zu Arn,
bürg,Herr zu Rudelstadr und Blanckenburg Gebrüdere, unter sicheinen Erb-Vertrag errichtet, Krafft dessen,dersenige,so keine Erbenhätte, dem andern seine Länder überlasten sötte. Jedoch wurdedabey verstanden,daß er dargegen einen, seinem Standegemässen, Un-terhalt bekommen mäste. Wie nun Kach vielen Jahren es dahin kam,daß Günther,der Graf zu Schwaryenburg keine männlichen Er-ben hatte, wurde die Sache so gehütet, daß er dem Sohn seines Bru-ders/Graf Heinrichen dem Jüngern, Grafen zu Schwarten,burg,Herrn zuArnstadt und Sondershausen, die beyden Herr-sch« stren Rudelstadt und Blanckenburg in Besitz gab, mit der coa-clicwn. dass erihm seines Lebens-Uttterhalk reichen sötte ; welcherUnterhalt sehr knapp eingerichtet wurde. Es hatte aber der guther-zige GrafGünther drey Töchter , deren eine Graf Heinrichen vonGera, die andere Graf Ludwigen von Gleichen, die dritte PreenGrafen von Leißnick geheyrathet. Diese Herren nahmen sich ihresSchwiegek-Varers GrafGünkhers an, und wüsten es,durch man-cherley ilitriZuey. dahin zu bringen,daß der Churfürst zu Sachsen dem-selben Taranc und Dippoldswalde einräumte, auch seinen Töchternjedweder neun tausend Gulden,als Ehe-Geld und Heyrarhs-Gmhauszahlen ließ; worgegen er Rudelstadt und Blanckenburg in Besitzgenommen. Hierüber führte Heryog Wilhelm grosse Klagen,weil ersonder Zwer'ffel auf diese beyden Herrsthaffeen eigene und Zantz beson-dere Abstchren mochte gehabt haben. Weil er nun, wie gesagt,so garwieder in einen offenbaren Rrtegdeswegen M dem Churfürsten sei-nem Brudergeriethe,schriebe er an mich,und baw, daß ichihmbeyste-hen,odsr die Sache vermitteln helffen möchte, daß es zu einemvergleich känze, und ihm die Herrsihaffteu Rudelstad^und