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sen einen öffentlichen Rrieg ankündigte,sondern wir muffen uns viel-mehr sutschliessemzu bewilligen/ daß von Seiten des Baysers und desReichs zshen tausend Mann zu Pferde,und zwey und dreyßig tausendzu Fuß,wider die Türcken sollen pgrse gehalten werden. Diese wolleman demRönigreich Ungarn zu Hülste schicken, wann sieder Röntg von Ungarn und Böhmen verlangen würde. Allein esist z-r meiner Zeit niemalen etwas aus diesem Zug worden, weil allzu-grosse Zwistigkeiten in der Christenheit,und vornemlich in dem Römi-schen Reiche herrscheteu.
Zwischen dem Röntg Cgciislao und denen Sehlestj^Hen Fürstenund Gründen ereigneten sich einige Mißhelligkeiten,als der Gcadchal-ter,George psdiedrad,denenseiben zumuthete, daß sie sich nach Pragbegeben sotten, daselbst dem Rönig i-gciislso zu schwehren und die Hul-digung zu leisten. Dabey erinnerten sich die Gchlestschen Fürsten,welche aus demRönigltchen pohlnischen Geschlechte derer pisflenabgestammet,daß ihre Lander ehemalen zu dem Bömgreich pohle»gehöret hätten,und sie dannenhero nicht gehalten wären,nach Böhmenzur Huldigung zu kommen,sondern daß vielmehr die Huldigung de-rer Gchlestschen Stände in der Gchlestschen Haupt-GtadtBreß-lau geschehen müsts,als worüber sie ihre Brteffe in Handen hätten,undihnen auch das alte Herkommen dasworr redete. Es gediehe also zugrossen Weiterungen, wannenhero der Heryog zu Liegnitz mich alsseinen nechsten Anverwandten ersuchte, die Sachen zu vermitteln,damitvon denen Böhmen dergleichen ihnen nicht angemuthet würde. De-rohalben ließ ich mit dem Böhmischen Sradrhalter,George psdie-brad,hierüber Handlung pflegen, und ersuchte denselben, daß Röntg^sckislaus kommen,und daselbst die Huldigung einnehmen möchte.Sol-ches hat man auch am Böhmischen Hofe beschlossen,und es wurden ruder Reise nach Breßlau alle Anstalten gemachet.
Ich hatte wichtige Ursachen, absonderlich wegen der Weder-Laußmtz,mich selber nach Gchlesten zu erheben,und mit dem RöntgLüöisl--o, bch seiner Gegenwart in Breßlau zu sprechen. Also brach ickM so aufchaß ich den s.^ovembns 1454. zu Breßlau,bey dem aehal-Einzug des sungen Bönigs gegenwärtig war.Auch befanden sich damals zu Breßlau mein Bruder, der MaegavassVltzecht ausLrancken,desgleichen die Heryoge Otto undwilhelmzu Bauern. Ich unterließ nicht,den Bönig zu ersuchen/daß die We,
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