1784
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geiziger Mann, der viel Verstand besitzt und dabei kein Feind vonEpicurüismus ist. Er hält viel auf Pros. (Leonhard) Meister wegenseiner angenehmen Schreibart und vermeinten Tiessinns und gründ-licher Gelehrsamkeit, wenig dagegen aus Füßli, dessen patriotischeWärme und energische Sprache nicht mit den hosartigen Maximeneines kleinen Hippias sympathisiren kann." Der bis August d. I.dauernde Aufenthalt in Paris wurde in gemeinsamer Wohnung mitMartin Usteri, dem später so bekannt gewordenen liebenswürdigenDichter, und dem nachmaligen Obergerichtspräsidenten Hartmannvon Escher gut benutzt. Der geistreiche Zürcher Heinrich Meister,der von dem reichlichen Ertrage seiner gewandten Feder in Parislebte, unterstützte den Landsmann mit Rath und That, und seineHülfe, sowie Empfehlungsbriefe von Salomon Geßner und Lavatergaben den Anlaß, die Celebritüten von Paris, so Diderot, Mar-montel, Mably, Florian, Madame de Genlis, auch den Ministervon Vergennes und den Schweiz. Generalobersten d'Asfry persönlichkennen zu lernen. An den Berichten des Sohnes nahm der Vaterlebhaften Antheil. Er schreibt am 28. Mai: „Ich hoffe, du werdestdie Fehler, die bei keiner Nation so verführerisch sind wie bei denFranzosen, nicht nachahmen. Selbst die gesellschaftlichen Tugendenderselben nachzuahmen, gelingt dem Fremden nicht. Ich denke dabeizunächst an die Gefahren, denen Leute deines Charakters am meistenausgesetzt sind, die sich in die Gestalt einer Philosophie hüllen, welchesich über die Vorurtherle hinwegsetzen will. Ich habe aber gutesZutrauen zu dir." — Am 23. Juli: „Die Bekanntschaft des adbsMably Hütte für mich großes Interesse. Seine Schriften zeigen denmännlichen und klaren Styl der Griechen, und die Franzosen schätzenihn nicht, wie er es verdient. — Daß Mably und Meister nichtzusammen gehen, wundert mich nicht. Ein sranzösisirter schmiegsamerRepublikaner, der Hofgeschichten schreibt, contrastirt allzusehr miteiner Seele, die von den Alten genährt ist und mit dem französischenFeuer die Energie und Denkungsart eines Aristides und Phocionverbindet. Gegen die Pariserfrivolitüten ist eine Unterredung mitdiesem Manne das beste Gegengift." Der Sohn schreibt am 21. Juli:„Auffallend ist in Paris das finstere, düstere Aussehen so vielerLeute auf der Straße. Die einen brüten aus öffentlichen Spazier-gänger: über Finanzprojekte, andere verzweifeln über fehlgeschlagene