1791
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mit schwankender Politik zu der Eidleistung seine Hand bot und denTruppen auch den Besuch der politischen Clubbs gestattete, verlangtenvon einzelnen Regimentern abgeordnete Osfiziere Weisung von derheimatlichen Obrigkeit, was zu thun sei. Die im Juli 1791 ver-sammelte Tagsatzung in Frauenseld beschloß anfangs einstimmig, dieTruppenchefs von der Eidleistung ohne Einwilligung der Obrigkeitenabzumahnen und sogar bei der französischen Botschaft gegen dieGültigkeit geleisteter Eide zu protestiren. Aber gleichzeitig wurde inZürich über diese Sache in anderm Sinne verhandelt und die Gegen-sätze in dem Verhalten Frankreich gegenüber, die sich nun durch diefolgenden Jahre stets hinziehen, traten jetzt zum ersten Male zu Tage.Der Vater Wyß schreibt am 9. Juli an den Sohn, der, vor Kurzemvon einer nach Deutschland unternommenen Reise heimgekehrt, wiederwie gewöhnlich der Tagsatzung als Protokollführer diente: „GesternMorgens 7 Uhr war Geheimer Rath. General Steiner und der voneinem Bataillon des Regiments Steiner aus Grenoble hieher ge-sandte Aidemajor Ott berichteten die Sachlage, auf den 14. Juli seidie Eidleistung angesetzt. Hr. Statthalter N., von Berufs wegen inder Anfrage, fetzte mit gewohnter Deutlichkeit alles in das hellsteLicht und endete mit seinem üblichen Schluß: Was MGHn. wollen,dem werde er kraft feiner innern wohlüberlegten Ueberzeugung zu-stimmen. Was die fei, entwickelte Hr. Bürgermeister Kilchfperger.Von da an war alles einmüthig. Man fand, auch in dem frühernEide werde zuerst dem Gesetze Gehorsam geschworen, und dieß seidermalen der Wille der Repräsentanten des Volkes, der jetzt einzigenanerkannten obrigkeitlichen Gewalt in Frankreichs; wie könne mansagen, die Nation habe nicht zu befehlen, daß die in ihrem Soldebefindlichen und dafür bewilligten Truppen sie wider ihre Feindeschützen, während die größten Europäischen Mächte stillschweigendzusehen und Niemand sonst in Frankreich dastehe, der einen Theilan der Regierung ansprechen könnte; Weigerung der Eidleistung könneden Truppen die größte Gefahr bringen, ohne daß irgend Jemandemdadurch genützt werde. Da die Entscheidung drängte, nahm derGeheime Rath auf sich, den Rath zu geben, das Regiment solle dem
tz Nach der verunglückten Flucht des Königs hatte die Nationalversammlungam 25. Juni die königliche Gewalt bis zum September suspendirt.