1792
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Wiederbesetznng voll Savoyen durch Sardinien Genf als Sicherheits-platz einnehmen werden? Wer will hindern, daß nicht eine schlechtepopulaee, wie zu Avignon, die Franzosen zu Hülse rufe, und daßnicht von dort aus durch Jakobinerclubbs die Waadt in Aufruhr ge-bracht werde! Man kann vielleicht durch Nachgeben die Gefahr einesAngriffs für einen Augenblick entfernen; aber desto unausweichlicherwird Bern und dadurch der größte Theil der Schweiz später 'ineinen Krieg verwickelt; denn Bern wird sich die Waadt nicht geduldigentreifsen lassen. Hat man hingegen den Muth, aus seinem offen-baren Recht zu bestehen, so werden wohl Drohungen und das Aeußersteversucht werden, um uns davon abzubringen; aber noch immer glaubeich nicht, daß mall es wagen wird, sich vor der ganzen Welt zuprostituiren, immer vorbehalten, daß man alle realen Versicherungender Neutralität durch Handlungen und Borstellungen gebe. Undsollte es endlich doch dazu kopunen, daß alles dieses Thätlichkeitennicht abhalten könnte, so wäre man vor jedem Unparteiischen gerecht-fertigt und in einem bessern und wie ich glaube hinlänglichen Stand-punkt, ungerechte Gewalt abzutreiben. — Mir ist leid, daß ich amSonntag wegen Abwesenheit in Meilen den Geheimen Rath versäumthabe. Vielleicht wäre freilich Mäßigung, aber auch Stärke in demdießsülligen Geh. Rathschreiben enthalten. Ich war unruhig vondein Augenblick an, wo ich verreist bin, und jetzt gehe ich nicht mehrab Platz. — Erhaltung von Gens oder Krieg scheint mir unaus-weichlich, aber defensiv, nicht offensiv. Letzteres käme mir ein wenigdonquixotisch vor. — Am Donnerstag kommt das Regiment Steineran. Unteroffiziere und Gemeine sollen für 3 Monate den halbenfranzösischen Sold erhalten, wofür sie auf dem Piquet zum Abmarschals Milizen, wenn man es gut findet, parat sein sollen. Für dassämmtliche Ossiziercorps ist nichts als höfliche Verabscheidung be-stimmt. Sie haben wenig guten Willen in unserer Stadt. Gottgebe, daß man sie nicht nöthig habe."
In den Unterhandlungen, in welche Genf mit den: GeneralMontesqniou sich einließ, wurde von Letzterem verlangt, daß dieSchweizertruppen Genf räumen, wogegen Rückzug der französischenTruppen bis zu einer gewissen Entfernung von der Stadt stattfindensolle. Die Bereitwilligkeit Genfs, hiezu die Zustimmung zu geben,machte Wyß unmuthig, so daß er am 19. Oktober schreibt: „Die