Band 
Erster Band.
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sehr beruhigend. Mir ist besonders je länger je mehr bange, daßmittelst aller dieser Untersuchungen schwerlich so viel herauskommenwird, als erforderlich sein dürfte, die bisherigen und für die Ruhedes Landes vielleicht auch in der Folge nothwendigen strengen Maß-nahmen gegen diese Gemeinde und gegen gewisse unverbesserlicheSchwindelköpfe in den Augen des Publikums hinreichend und auseine rechtsbestündige Weise zu rechtfertigen, — und doch scheint mirunendlich viel daran gelegen zu sein, daß die öffentliche Meinungüber die wesentliche Schuld der Unruhstifter möglichst aufgeklärt undihre geheimen unglücksschwangeren Pläne, die von der Außenseiteihres bisherigen Benehmens so sehr verschieden sind, dem Auge desredlichen gemeinen Mannes, der sich so oft durch die Außenseiteblenden läßt, in ihrer ganzen Blöße aufgedeckt werden könnten. —Möge das zukünftige Benehmen der Landesregierung in der Thatbeweisen, daß die Zusicherung der Beherzigung aller durch den ge-setzlichen Weg der Ortsobrigkeit an sie gelangenden billigen Anliegennicht ein leerer, von: Augenblick der Noth abgedrungener pruritus,sondern ein ernstgemeinter Vorsatz sei, gewissen tief in dem Geist undvielleicht auch in dem Bedürfniß der Zeit liegenden, durch alle-gewalt-samen Maßregeln nicht zu unterdrückenden allgemeinen Wünschenund Anliegen möglichst zuvor zu kommen und zur Erleichterung unsersVolkes zu thun, was sich mit dem Geiste unserer Staatsverfassungund mit dem Wohl des Ganzen vertragen läßt. Es ist vielleichtdie Zeit vorhanden, wo es dringend Noth thut, dem Genius derZeit einige Opfer zu bringen, um das Ganze zu reiten. — Weheunserer Regierung, wenn sie je der Versuchung unterliegen sollte,den Moment der wiederhergestellten Kraft, das Werk des von derVolksmehrheit in sie gesetzten Zutrauens zur Rache oder auch nurzu unnöthiger Strenge zu mißbrauchen."

Das Ansehen der Regierung erschien in der That wieder sogekräftigt, daß aus allen Gemeinden, in denen Unruhen stattgefundenhatten, Deputationen nach Zürich kamen, welche Gehorsam, Treueund Ergebenheit versicherten. Küßnacht lieferte das viäiwus desSpruchbriefes und den Kappelerbrief aus, und auch das Knonauer-amt, in dem Meiß, ohne zudringlich zu werden, auf die GesinnungEinfluß geübt hatte, übergab freiwillig als Zeichen seiner Ergeben-