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verloren gehen, so sind die französischen Grenzen sechs Stunden vonder Hauptstadt des zweiten Kantons und alle Pässe, die derselbenzur Vertheidigung dienen könnten, sind verloren. Wenn unter solchenUmständen die Eidgenossenschaft bloß aus Gefälligkeit für Bern An-theil nimmt, weil es ihm wichtig scheint, dann wohl dem helvetischenBunde." Die bernerische Ansicht fand aber nur bei Zürich undSolothurn Billigung, während Luzern, Basel, Freibnrg auf gescheheneAnfrage hin ablehnend antworteten, Basel mit dem Beifügen (wieGrnber schreibt), es könnte den Anschein haben, als ob man einzigVermehrung der eidgenössischen Macht im Auge habe. Dadurch ließsich aber Bern nicht abhalten, den Professor K. L. Tscharner mitK. L. von Halter als Sekretär nach Rastadt zu senden, in derHoffnung, allmälig eidgenössische Zustimmung zu erhalten. Grnberschreibt: „Hr. Tscharner soll über Zürich reisen, um, da Zeit genugvorhanden ist, sich vertraulich mit Ihnen zu unterreden über dieMission nach Rastadt, über die Lage unsers Vaterlandes überhauptund über die eidgenössische bevorstehende Tagsatzung." — Von einembernerischen Memorial an das östreichische Cabinett schreibt Grnberam 22. Nov.: „Sie fragen, ob wir noch keine Antwort aus unserWienermemoire haben. Die Frage kann blos ironisch sein, indemSie vielleicht an einer Antwort zweifeln, und dann habe ich nichtsdagegen einzuwenden. Wichtiger ist sie mir aber in anderer Hinsicht.Unser Schreiben von: 11. sagte deutlich, daß man vor Abgang desMemoire Ihre Gesinnungen darüber zu vernehmen wünsche. IhreAntwort ist vom 14. und am 18. fragen Sie nach der Antwortvon Wien. Vielleicht waren Ihnen diese Daten nicht mehr gegen-wärtig; dann ist an Ihrer Frage nichts besonderes. Aber wennmau in Zürich denken sollte, daß das Memoire abgegangen gewesen,als man Sie um Ihre Meinung fragte, so würde mich eine solcheZumuthung äußerst schmerzen, und wenn sie bekannt wäre, wirklichdem Verhältniß der beiden Stände, auf welchem doch wahrscheinlichunsere Existenz beruht, nachteilig werden. Das Memoire gehtheute mit einem Begleitschreiben unsers Amtsschultheißen ab, ich ver-muthe durch Hrn. Müller (Joh. v. Müller), der noch in Schaffhausenist." Später am 9. Dez. derselbe: „Man zeigte Ihrem Geh. Rathdeutlich an, daß das Memoire für Wien einstweilen nicht nach Baselmitgetheilt werde, und doch wurde es von Zürich einem der Häupter