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1798
Verlaß auf sein Wort war, zeigte sich bald. Neue Dekrete bestimmtendie letzten 3 Fünstheile der Contribution für Errichtung von Maga-zinen für die französischen Truppen, und viele dons auf diese Fünf-theile wurden bereits ausgestellt. Vorstellungen dagegen bewirktennur, daß Rapinat versprach, ein neues Memoire mit Empfehlungnach Paris zu befördern ^). Bei dieser schwierigen Sachlage hieltdie Commission für nöthig, Verstärkung zuzuziehen. Hr. alt Seckel-meister Hirzel und Wyß Sohn wurden am 9. Juni in die Com-mission aufgenommen, und letzterer übernahm nun die Ausgabe desSchriftführers, die bei den vielen zu erlassenden Schreiben eine ge-schickte Feder verlangte. Zu Anbahnung eines Ausgleiches mit derBürgerschaft wurde ein Vertheilungsprojekt entworfen, wonach dieBürgerschaft Vs, die Mitglieder der alten Regierung mit Einschlußder Wittwen von solchen der Contribution übernehmen sollten,und privatim unter der Bürgerschaft verbreitet. Eine umfassendeRelation über alles Geschehene wurde den gewesenen Regierungs-gliedern mitgetheilt und ihre allseitig bereitwillig ertheilte Zustim-mungsunterschrift zu dem Vergleichsprojekte eingeholt. Auf derandern Seite vereinigten sich einige angesehene Glieder der Bürger-schaft bei dem immer für alles Gute und wahrhaft Patriotische ein-stehenden Pfarrer Lavater zu gemeinsamer Bemühung, der Bürger-schaft den Vorschlag annehmbar zu machen. Dieses erfreuliche Ent-gegenkommen hatte günstigen Erfolg. Der Vorschlag fand Annahme,der Apfel der Zwietracht war beseitigt und Zürichs guter Geniushatte wieder gesiegt. Aber an weitern Schwierigkeiten fehlte esdessen ungeachtet nicht. Da die französischen Anweisungen auf dieletzten b/z der Contribution sich beständig wiederholten, waren bisAnsang des folgenden Jahres Vorstellungsschreiben, schriftliche undmündliche Protestationen, Memoires an das französische Direktoriumerforderlich, bis schließlich doch der Zweck wirklich erreicht wurde.Der Jugendfreund von Wyß, der nunmehrige helvetische Finanz-
tz Gleichzeitig wurden von Rapinat und seinen Mitkommissären die im Gewölbeder Großmünsterkirche liegenden eisernen Kisten, welche den zürcherischen Schatzenthielten, gewaltsam eröffnet und der Inhalt (noch 822,456 Livres) weggeführt.272,922 Livres hatten vorher noch für die helvetische Regierung auf die Seitegeschafft werden können. (Vogel, Denkwürdigkeiten der Stadt u. Landschaft ZürichS. 582. Meyer, der Kanton Zürich II, 215.)