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wurde. Lr aß somit, gelegentliche Ausnahmen abgerechnet,innerhalb der vierundzwanzig Stunden des Tages eigentlich nureinmal, dann aber — beiläufig wie Friedrich der Große —reichlich. Diplomaten halten sprüchwörtlich auf eine gute Tafelund stehen hierin, wie ich mir habe sagen lassen, kaum den Prä-laten nach. Es gehört das zu ihrem Gewerbe, da sie häufigeinflußreiche oder sonst bedeutende Gäste bei sich sehen, die zudem oder jenem Zwecke in angenehme Stimmung gebrachtwerden müssen, und erfahrungsmäßig nichts so angenehm stimmt,wie die Vorräthe eines wohlversorgten Kellers und die Er-gebnisse der Kunst eines durchgebildeten Kochs. Auch GrafvowBismarck führte einen guten Tisch, der sich da, wo die Um-stände es erlaubten, zur Mpulenz erhob. Dieß war namentlichin Reims, Meaux, Ferneres und zuletzt in Versailles der Fall,wo das Genie des Künstlers in der Trainmontur uns Frühstückeund Diners schuf, denen ein an einfache bürgerliche Kost ge-wöhntes Gemüth fast mit dem Gefühle Gerechtigkeit wider-fahren ließ, in Abrahams Schooße zu sitzen, zumal bei ihnenaußer andern werthen Gaben Gottes aus dem Bereiche trink-barer Flüssigkeiten der Sekt nicht vermißt wurde. Der Küchen-wagen hatte zu solchen Mahlzeiten zinnerne Teller, Becher aussilberähnlichem Metall, inwendig vergoldet, und eben solcheTassen mitgebracht. Einiges zur Verschönerung der Tafel, dieuns so freundlich nährte, trugen in den letzten fünf MonatenSpenden aus der kseimath bei, die, wie billig, auch ihres Bundes-kanzlers liebreich gedachte und ihn reichlich mit allerhand leckerenSendungen fester und flüssiger Natur, Spickgänsen, wild,edlen Fischen, Fasanen, Baumkuchen, trefflichem Bier undfeinem wein sowie andern hochachtbaren Dingen versorgte.
Ich bemerke zum Schlüsse dieses Abschnitts noch, daß außerdem Kanzler zu Anfang nur die Räthe Uniform trugen, von