AIs er sich auf sein Zimmer, beiläufig ein niedriges, undsehr ländlich eingerichtetes Stäbchen mit wenig Möbeln, zurück-gezogen, wurde ich mehrmals zu ihm gerufen, um Aufträgezu empfangen. Es schien nützlich, unsere illustrirten Blätterzu veranlassen, den Sturm auf den Spichernberg in Abbildungzu bringen. Ferner war der Behauptung des „Eonstitutionnel"zu widersprechen, nach welcher die Preußen auf ihrem Marschedurcb Frankreich Alles niederbrannten und nichts als Ruinenzurückließen, wovon man nicht das Mindeste bemerkt zu habenmit gutem Gewissen erklären konnte. Endlich war es wünschens-wert!), der „Neuen Freien presse" entgegenzutreten, die bishereine wohlwollende Haltung gegen uns gezeigt, aber nach dem„Eonstitutionnel" in den letzten Tagen, vielleicht, weil sie wegenPreußenfreundlichkeit Abonnenten eingebüßt*), vielleicht, weiletwas an dem Gerüchte war, die ungarisch-französische Parteihabe die Erwerbung des Blattes vor, eine andere Richtungeingeschlagen hatte. „Sagen Sie", so schloß der Kanzler seineWeisung in Bezug aus einen andern Artikel des „Eon-stitutionnel"**), „es sei im Ministerrath niemals davon dieRede gewesen, Saarbrücken an Frankreich abzutreten. Die Sache
*) Nach dem „Eonstitutionnel" vom 8. August halte sich „der Druck deröffentlichen Meinung in Mien fortwährend deutlicher und in der Meise kund-gegeben, daß die Neue Freie presse an einem einzigen Tage mehr alstausend Briefe erhalten, in denen ihre Abonnenten ihr die Anzeige gemacht,daß sie dieses Blatt nicht niehr annehmen würden, wenn es fortführe, denInteressen Preußens zum Schaden (Oesterreichs zu dienen".
"*> Nach einem ausMien stammenden vom,,Tonstitutionnel" ntitgetheiltenArtikel hatte die dortige „Morgenxost" vom 2. August Enthüllungen gebracht,die sie „von einer mit dem Großherzog von Baden auf sehr vertrautem Fußestehenden Persönlichkeit" haben wollte, und ,,nach welchen kserr von Bismarckin vollem Ministerrathe den Vorschlag gemacht haben" sollte, „Saarbrückenund tandau an Frankreich abzutreten. Der Großherzog selbst", so hieß es