schuhen, Papieren und Büchern, Dienst- und Gebetbüchern fehltees ebenso wenig. Beben einigen Todten lagen ganze packetevon Briefen, die sie in ihren Tornistern mit sich geführt hatten.Ich nahm mir einige davon als Andenken mit, darunter auchzwei deutsche von einer Anastafia Stampf aus Scherrweilerbei Schlettstadt, die ich neben einem französischen Soldaten fand,welcher kurz vor Ausbruch des Krieges in Laen gestanden hatte.Der eine war vom „25. peimonath s870" datirt und schloßmit den Worten: „wir befelen Dich stäts under den Schuds-mandel Maria".
Der Minister war, als ich den wagen wieder erreichte,noch nicht gekommen, und es war vier Uhr geworden, wirkehrten daher auf näherem Wege, auf dem ich inne wurde, daßwir die beiden langen Seiten eines spitzen Dreiecks umfahrenhatten, statt die kurze zu wählen, nach Gorze zurück. Piertrafen wir Keudell, dem ich unser Mißverständniß und unsernunglücklicher! Umweg erklärte. Lr war mit Abeken und Grafpatzfeld beim Lhef in Rezonville gewesen. Letzterer hatte sich,wie man weiter erfuhr, während der Schlacht vom s 8., in derdie Lntscheidung bei Gravelotte erfolgt war, mit dem Königetwas weit vorgewagt und sich gleich diesem eine Zeit lang inGefahr befunden. Später hatte er die Schwerverwundeten eigen-händig mit Wasser erfrischt. Abends neun Uhr sah ich ihnwohlbehalten in Pont L Mousson anlangen, wo wir allesammtwieder mit ihm zu Nacht speisten. Die Unterhaltung beiTische drehte sich natürlich in der Hauptsache um die beidenletzten Schlachten und den Gewinn und Verlust, den sie zurFolge gehabt. Die Franzosen hatten Massen von Leuten aufdem Platze gelassen. Der Minister hatte ihre Garde beiGravelotte reihen- und haufenweise niedergestreckt liegensehen. Aber auch unsere Verluste waren, wie er sagte,