80
hätten vorzüglich bei Samte Marie aux Thones und Samt privatgefochten und hier die etwas in Unordnung gerathene Gardevor schließlicher Deroute bewahrt; die Freiberger Jäger hättenmit Gewehr zur Attacke rechts ohne einen Schuß zu thun dieStellung der Franzosen genommen; das Leipziger Regiment(die Hundertundsiebener) hätte besonders viele Mannschaftenund fast alle seine Offiziere verloren. Das war Alles. Ueb-rigens bestätigte er noch, daß Kraußhaar gefallen.
Als der Minister aufgestanden war, gab es wieder reichlichzu thun. Unsere Sache zeigte sich im besten Gedeihen. Ichkonnte telegraphiren, daß sächsische Reiter bei voussiores undBeaumont im Norden die zwölften Lhasseurs zersprengt. Icherfuhr und durfte Andere erfahren lassen, daß der Entschluß,von Frankreich Landabtretungen zu erzwingen, noch voll-kommen feststand, und daß man unter keinen andern Be-dingungen Frieden schließen würde. Ein Artikel, den der Lhefsanctionirt, begründete das, wie folgt:
„Die deutschen Heere rücken seit den Siegestagen vonMars la Tour und Gravelotte unaufhaltsam vor, und damitscheint die Aeit gekommen, wo man sich die Frage vorzulegenhat, unter welchen Bedingungen Deutschland mit FrankreichFrieden schließen kann. Ruhm- und Eroberungssucht darf unsdabei nicht leiten, Großmuth, wie sie uns vielfach von derausländischen presse angesonnen wird, ebensowenig. Lediglichder Hinblick auf die Sicherung Deutschlands, namentlich desSüdens, vor neuen Angriffen der französischen Begehrlichkeit,wie sie sich seit Ludwig dem vierzehnten bis heute mehr alsein Dutzend Mal wiederholt haben, und wie sie sich so oft wieder-holen werden, als Frankreich sich stark genug dazu fühlt, hatuns bei unserm Verfahren zu bestimmen. Die ungeheurenOpfer an Geld und Blut, die das deutsche Volk in diesem
o