Band 
Erster Band.
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Ich gestattete mir die Frage, was für ein Mann von der Goltzgewesen sei, über den man so verschiedene Urtheile höre. Gber wirklich so gescheidt und bedeutend gewesen, als behauptetwerde. „Gescheidt, ja, in gewissem Sinne", erwiderte er, „einrascher Arbeiter, unterrichtet, aber unbeständig in seiner Auffassungvon .Personen und Verhältnissen, heute für diesen Mann, diesinPlan eingenommen, morgen für einen andern, mitunter für'sGegentheil. Und dann war er immer in die Fürstinnen verliebt,an deren Pose er beglaubigt war, erst in Amalien von Griechenland,dann in Eugenie.' Er war der Ansicht, was ich das Glückgehabt hätte, durchzusetzen, das könnte er mit seinem größernVerstände auch und noch besser. Daher intriguirte er fort-während gegen mich, obwohl wir Iugendbekannte waren, schriebBriese an den König, in denen er mich verklagte und vormir warnte. Das hals ihm nun zwar nichts; denn der Königgab mir die Briese, und ich beantwortete sie. Aber er warin dieser Pinsicht beharrlich, und so setzte er es fort, unverdrossenund unermüdlich. Uebngens war er sehr wenig beliebt beiseinen Untergebenen. Sie haßten ihn förmlich. Ich erinneremich, als ich s862 nach Paris kam und mich bei ihm meldenlassen wollte, hatte er sich gerade zu einem Schläfchen niedergelegt.Ich wollte ihn ungestört lassen, aber die Sekretäre freuten sichoffenbar, daß er heraus müßte, und sofort ging einer hineinzu ihm, um mich zu melden und ihn aus die Art zu ärgern.Er hätte es so leicht haben können, sich bei seinen LeutenNeigung und Anhänglichkeit zu erwerben. Als Gesandter kannman das. Ich möchte das auch gern. Als Minister hat manaber keine Zeit dazu — man hat so viel Anderes zu denken undzu thun, und so habe ich mir das mehr militärisch eingerichtet".

Man sieht, nach dieser Charakteristik ist von der Goltz eineArt Geistesverwandter und Vorläufer Arnims gewesen.