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wieder einmal nicht schlafen können. Ich bekomme von ihmverschiedene Aufträge, die im Lause des Vormittags erledigtwerden. Es gehen Artikel über das feindselige Betragen derLuxemburger, über die Unterredung des Lhefs mit Favre, überEngland und Amerika ab. Wir bekommen jetzt auch reichlicherZeitungen. Ferner treffen die Briefe aus Deutschland seit einigenTagen rascher ein. B. ist von pagenau weggegangen, weil esihm unter den dort eingetroffenen Bureaukraten zu eng undunbequem geworden ist. Vorher hat er drei Wochen lang mitvielem Eifer und bekanntem Geschick gearbeitet und erreicht,was unter den schwierigen Verhältnissen erreichbar gewesen ist,und Alles in guten Gang gebracht. Er fühlt sich mit Andernbeunruhigt durch die Möglichkeit, daß wir an eine WiedereinsetzungNapoleons denken, hält sie aber für eine moralische Unmöglich-keit und ist somit geneigt, anzunehmen, daß Andeutungen inder Presse, in denen sie als denkbar erscheint, nur eine Pressionauf die provisorische Regierung in Paris im Auge haben.
Beim Diner sind Fürst Radziwill und Rnobelsdorff vomGeneralstabe anwesend. Als von der Stelle in Favres Berichtüber seine Verhandlungen mit dem Lhef die Rede ist, wo ergeweint haben will, meint der Minister: „Es ist wahr, er sahso aus, und ich versuchte ihn einigermaßen zu trösten, wieich mir ihn aber genauer betrachtete — ich glaube ganz be-stimmt, daß er nicht eine Thräne herausgebracht hatte. Er dachtevermuthlich mit Schauspielerei auf mich zu wirken, wie diepariser Advokaten auf ihr Publikum. Ich bin fest überzeugt,daß er auch weiß ^schminkt war — besonders das zweiteMal. An diesem Morgen sah er viel grauer aus, um den An-gegriffnen und Tiefleidenden vorzustellen. — Es ist auch mög-lich, daß es ihm wirklich nahe geht, aber er ist kein Politiker,er sollte wissen, daß Gefühlsausbrüche nicht in die Politik