versehen worden als die Baiern. Mehr als einer hat nachpause geschrieben, daß ihre Geistlichen sie in Bezug auf diePreußen angelogen. Es sei nicht wahr, daß diese alle lutherischseien, viele seien Katholiken, und man habe sogar Feldpatresbei ihnen gesehen. Da die Mffiziere ähnlich denken, so wirddie zurückkehrende Armee eine wirksame Propaganda gegen denUltramontanismus und wohl auch gegen den extremen parti-cularismus abgeben. Daß die Nationalgesinnten in Baiern sichmehr wie je fühlen, ist begreiflich. Sie würden auch thun,was sie vermöchten. Nur haben sie in der zweiten Kammernicht die Mehrheit und in der erste,i kaum zwei oder dreiGesinnungsgenossen.
Bei Tische, wo Graf Bork, Besitzer großer Güter inPommern, in Militäruniform gekleidet, und der Fähndrich vonArnim-Kröchlendorf, Kürassier, Neffe des Chefs, mit uns essen,giebt es wenig, was des Merkens und Aufzeichnens werthwäre. Man spricht von, Großherzog von Weimar und Ähn-lichem. — — — Dann erzählt der Minister, man habe ihn. gefragt, wie man es mit den in Straßburg zu Gefangnen ge-machten Mobilgarden halten solle. „Doch wohl nach pauseschicken? — meinte man. — Bewahre Gott, nach Mberschlesien,sagte ich".
Freitag, den 30. September, wieder einen Brief vonB. in B. erhalten, der fortfährt, sein Talent und seinen Ein-fluß in der presse im Sinne des Kanzlers geltend zu machen.Ihn in der Antwort gebeten, gegen den Unfug aufzutreten, daßdeutsche Journalisten schon jetzt, wo wir noch im Kriege undkaum aus dem Gröbsten fertig, schon mit Eifer der Mäßigungdas Wort reden. Die perren brächten schon ihre Rathschlägezu Markte, wie weit man deutscherseits in seinen Ansprüchen