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Gefangnen gemacht lind den Feind in der Richtung auf Vrleanslebhaft verfolgt. — — —
Nachmittags, als der Kanzler ausgeritten, besuchte ichflüchtig die großen Säle auf der Seite des Schlosses, wo dieKirche steht, und besah mir die hier mit Pinsel und Meißelverewigten „Ruhmesthaten Frankreichs", denen nach der Inschriftüber der Eingangshalle dieser Flügel des Gebäudes geweihtist. Unten befinden sich meist Gemälde, welche sich aus diealte Geschichte der Franzosen beziehen, darunter sehr guteSachen neben mittelmäßigen Bildern aus der Zeit Ludwigsdes Vierzehnten und Napoleons des Erstell. Schlachten, Be-lagerungen u. dgl., oben die riesigen Leinwandflächen, dieHorace Vernet mit den „Moires" seiner Landsleute in Algerienbemalt hat, sowie neuere Gemälde aus den Kriegen in derKrim und in Italien, dabei die Marmorbüsten von Generalen,die dort coinmandirt. Die Tage von lVörth, Metz und Sedanwerden hier vermuthlich nicht siguriren. Mir werden uns dasspater mit mehr Muße betrachten. Aber heute schon merktman, daß System in dieser Gallerie ist, und sieht in dem Ganzenmehr einen Brütofen ruhmbegieriger und von Ueberhebung ge-schwollner Chauvinisten, als ein Museum für Leistungen undGenüsse der Kunst.
Nach den Gesprächen bei Tische ist seit einiger Zeit imlVerke, in Versailles einen Eongreß der deutschen Fürsten zuversammeln. Man hofft, daß auch der König von Baiernkommen werde, und Delbrück meint, ein Theil der historischenGemächer des Schlosses werde sich zu einer passenden ResidenzSr. Majestät einrichten lasten. Es wird ihm indeß bemerkt,daß Dieß leider nicht angehen werde, da die größere Hälfte desPalais jetzt Lazareth sei und der Typhus dort herrsche. Der