Band 
Erster Band.
Seite
255
JPEG-Download
 

darstellen, ein Porträt ihres Gemahls, alte Rokokomöbel, derensie sich bedient, ihr Echlafgemach mit ihrem Bett; auch anderesGeräth und Gefäß unterbreitete die Gewissenhaftigkeit desfranzösischen Führers mit freundlicher Erklärung unsrer Be-trachtung.

Abends wurde ich fünfmal zum Minister geholt, fodaß esvollauf zu thun gab. — — —

Freitag, den Metober. Bis Mittag fleißig ge-wesen für die Post. Epäter nach London und Brüssel tele-graphirt wegen Ducrots unwahren Behauptungen in der „Libertö".Desgleichen gemeldet, daß General Boyer, der erste AdjutantBazaines, aus Metz als Unterhändler in Bersailles eingetroffen.Der Ehef scheint indeß mit ihm heute noch nichts Ernstes vor-nehmen zu wollen. Er sagte im Bureau: Mas haben wirheute für einen"? — „Den s4>, Excellenz". — „Eo, da warpochkirch und Jena. Da muß man keine Geschäfte abschließen".Auch wird zu beachten sein, daß wir heute Freitag haben.

Mährend des Diners bemerkte der Ehef, nachdem er einenAugenblick nachgesonnen, lächelnd: „Ich habe einen Lieblings-gedanken in Bezug auf den Friedensschluß. Das ist, ein inter-nationales Gericht niederzusetzen, das die aburtheilen soll, diezum Ariege gehetzt haben — Zeitungsschreiber, Deputirte,Eenatoren, Minister". Abeken setzt hinzu, auch Thiers gehöremittelbar dahin, und Zwar ganz vorzugsweise, wegen seinerchauvinistischen Geschichte desEonsulats und desRaiserreiches".—„Auch der Raiscr, der doch nicht so unschuldig ist, wie er seinwill", fährt der Minister fort. „Ich dachte mir von jederGroßmacht gleichviel Richter, von Amerika, England, Ruß-land u. s. w., und wir wären die Ankläger. Indeß werden dieEngländer und die Russen nicht darauf eingehen, und da könnteman das Gericht aus den Nationen, die davon am Meisten