Gciftrichs Antwort').
Bon Hermann Lingg.
Weißt Du, von wannen Du gekommen,Und wann Du wirst hinweggenommen?Weiß ich's, wer mich bisher geführt?Woher der Sturm kommt in die Wogen,Und wo die Nacht kommt hergezogen,
Hast Du vielleicht das aufgespürt?
Ich zog heran vom rauhen Norden, ,Und Sieg auf Sieg ist mir geworden,
Was willst Du Klausner gegen mich?
Du sagst, wo diese Steine ragen,
Hat Kronen schon manch' Haupt getragenUnd all' ihr Ruhm und Glanz entwich —
Das ist nichts Neues. Ist hieniedenNicht Alles eitel? Zeuch in Frieden,
Hab keine Furcht, dies braune HeerWird Dein und Deiner Zelle schonen,
Ich stürze Reiche, breche KronenUnd ringe mit dem wilden Meer.
Die Wüste hab' ich überwunden.
Und diese Todtenstadt gefunden;
Sieh' meine Krieger bringen Wein!
Füllt ihm das Trinkhorn! Alter Schwede,Du hieltest eine lange Rede,
Und heiß ist's, Du wirst durstig sein!
*) Obiges Gedicht war von folgenden, an den Herausgeber gerichteten Zeilenbegleitet, welche wir unsern Lesern nicht vorenthalten zu dürfen glauben: „DasGedicht von Albert Möser „Geiserich inMemPhis" (Salon, Heft I.) hat die nach-stehenden Strophen hervorgerufen. Ich hoffe Sie werden ihnen — nach demSprüchwort Luäistur et alter«, xars — die Aufnahme in den Salon nicht verwei-ln,. Dem Dichter der Völkerwanderung Werden Sir rL 5». vrnrvrm
können, wenn er seinen Helden Geiserich auch noch Etwas sagen läßt. rc. rc.
München, d. 16. October 1873. Ör. Hermann Lingg.