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Vorrede des Herausgebers.
Müller die wichtigsten Begebenheiten derselben nnd der Weltgeschichte,und wußte sie mit hinreißender Lebhaftigkeit und Anmuth zu er-zählen. In den verschiedenen Perioden seines Lebens, unter denabwechselndsten Geschäften blieb seine Neigung zum Studium derGeschichte vorherrschend; die außerordentliche Stärke seines Gedächt-nisses nnd seiner Phantasie erleicherte seinen unermüdeten Fleiß.Bald war er in allen Zeitaltern der Weltgeschichte wie zu Hause,und immer mehr der hohe Blick ihm eigen, sie als ein Ganzes zusehen, Vorwelt und Mitwelt auseinander zu erklären, alle einzelnenBegebenheiten derselben, auch andere seiner Ideen über Religion,Politik, Moral und Philosophie in Verbindung mit jener sich zudenken, und aus ihr zu beleuchten. Clio ward seine Muse, seineLehrerin, die ihm über die menschlichen Angelegenheiten das Ver-ständniß öffnete. Daher auch die Wärme, womit er historische Gegen-stände behandelte; der philosophische Blick, die Begebenheiten in ihremZusammenhang zu betrachten; die praktische Anwendbarkeit, die erihnen zu geben wußte; seine leidenschaftliche Liebe für die griechischenund römischen Geschichtschreiber, die hierin und im Folgenden sosehr mit ihm sympathisiren; die Religiosität,» womit er den ganzenUmfang der Geschichte zusammengenommen, als ein fortgehendesWerk einer weisen, menschenfreundlichen Weltregierung anzusehenliebte, und welche seinem zur Ehrfurcht für das Göttliche von Kind-heit an gestimmten Gemüth ganz entsprach.
Er gedachte nach Vollendung der Geschichte seines Vaterlandes