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Erste Band.
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90 Buch IV. Nevolntionen von Dolon bis auf die Römer.

Bei seinem thatenvollen Leben war ein schwer zu vermeidendesUnglück, daß die Erziehung des Thronfolgers, Kambyses, nicht wiees hätte seyn sollen geführt, sondern der Prinz durch Schmeichlerverdorben wurde. Eroberungsdurst behielt er, und hatte einen ge-bietenden Geist; Vernunft und Menschlichkeit behielten keine Machtüber seine Leidenschaften. Er unterwarf Aegypten; doch blieben dieAegyptier wider seinen Willen viele hundert Jahre in den herge-brachten Sitten, die sich zu ihrer Landesart schickten.

Als Kambyses nach kurzer Herrschaft umgekommen, erhob sichnach einem Zeitraum von Gährung und einer oder mehreren schnellwechselnden Regierungen die des Darius Hystaspis, eines Königes,dessen Weisheit und Glanz im Andenken der Völker besonders langverehrt blieb. Solang Darius sich in der natürlichen Gränze seinesReiches hielt, regierte er in ungestörten! Glück. Die Skythen, derenNachbarschaft beunruhigend seyn mochte, suchte er vergeblich zu be-zwingen; für sie stritten ihre Steppen. Doch war Thracien derPreis des Feldzuges; Macedonien ehrte die persische Macht. Zudiesem König floh Hippias.

Capitel 3.

Persischer Krieg

Um die nämliche Zeit versuchten einige Häupter der ionischenStädte von dem persischen Satrapen des benachbarten Lydieus unab-hängig zu werden. Cyrus hatte diese Länder unterworfen. Aberdie Griechen, oft unglücklich in Behauptung der von ihnen geliebtenFreiheit, waren immer nach derselben Herstellung begierig; und hierinmeist glücklicher, weil sie Heldenmuth brauchte, wo hingegen dieErhaltung der Freiheit mehr Verstand als Witz, und weit ruhigereMenschen erforderte. In obigem Fall wurden die ionischen Städtevon den Atbeniensern, deren Colonien sie waren, mit dem Freiheits-