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Erste Band.
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Eap. 8. Das Militärwesen.

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zur Hülfe zu seyn auf welche Rom zuerst gerechnet. Kam dasGefecht auf das dritte, so vereinigte sich die Liebe der Republik, derDurst kriegerischen Ruhms, die Furcht vor Strafen und Schmach,Rachwuth und Haß, das Andenken voriger, die Aussicht künftigerSiege. So daß der Feind, von zweifachem Streit ermüdet, imdritten die Römer stärker, feuriger, fürchterlicher sah. Sie hattengenugsam gewagt um zu siegen; nicht so viel, daß gänzliche Nieder-lage erfolgt wäre; und die Legion hatte eine weit genug ausgedehnteFronte, um die Ueberflügelung schwer, Tiefe genug, um ihrenStoß mächtig zu machen, selbst aber schwer zu sprengen zu seyn. Sodaß Palladio mit Recht urtheilt, „die Legion habe allezeit überallgepaßt, indeß die macedonische Phalanx nur Eine Zeit und EinenOrt gehabt habe, wo sie gut war."

16,384 schwer bewaffnete Infanteristen, auf sechzehn Manngeordnet (also in einer 1024 Mann hohen Fronte), 8192 Mannleichte Truppen zu Fuß und 4096 Pferde, waren eine volle Phalanx.Was den Römern der Spieß, war ihr die 24 Fuß lange Sarisse,die so getragen wurde, daß die der sechsten Reihe drei Schuh vordie erste hinausrageten. Das Fußvolk der Phalanx war in 64 L'ena-gien von 256 Mann, die Reiterei in Epilarchien von 128 einge-theilt, sie mochte geschmeidig seyn, weil ihre Wurzelzahl (XVI) einerleichten Verstärkung oder Reduction fähig ist; hingegen konnte wederdie Sarisse helfen, noch eine so hohe Fronte sich leicht anderswoals auf weiten Gefilden ausbreiten. Sie war schwerer beweglich,weil sie enger stand und nicht so viele Zwischenräume wie die Legionhatte. So war die Phalanx in einem für sie passenden Landeunwiderstehlicher und undurchdringlicher; der Legion waren mehrereFormen leicht. Doch haben große Feldherren auch die Phalanxschachweise geordnet, und Marius näherte die Legion ihrer Ordonnanz;der Hauptunterschied war und blieb die Bewaffnung; der Spießhatte vor der Sarisse den Vorzug. Näher kam den Römern die