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Buch VI. Die Republik Rom.
daß er Italien durchschneidet; ein, nicht den Alpen, aber dem Jura,ihrem nördlichen Arm, zu vergleichender Berg, in welchem von altenEntzündungen viele Spuren sind, welche der Jnra nicht hat. DasThal des cisalpinischen Galliens war sehr sumpfig; fruchtbar, inso-fern man es zu benutzen wußte. Die Gallier bewohnten viele ehe-malige Städte der Tusker. Ihre Nachbarn auf dem Apennin, woMonaco, Oneglia, Genua und Modena sind, hießen Ligurier, einnordisches Bolk, durch die Lage wichtig, an Kräften schwach, aberso behend und listig, daß ungemein schwer war sich desselben zuversichern. Ein anderes uraltes Volk, die Veneter, an den Mün-dungen des Po, scheint auch aus den germanischen Wäldern, wo dieWenden (Wandalen) umherzogen, ausgegangen zu seyn.
Rom führte mit den Galliern und Liguriern viele Kriege; widerjene glücklicher; dieses Bergvolk schien oft bezwungen; auf sich undfeine Lage getrost, entging es wieder; Viehzucht und Kriegsdiensteum Sold waren sein Betrieb; sein Gebirge ist reich an den schwer-sten Lagen.
Die Römer unterwarfen auch die vom Ende der Alpen inJstrien bis gegen Epirus liegenden Küsten Liburniens und Dalma-tiens; das schwer zu durchforschende Gebirge blieb frei.
Capitel 12.
Der zweite panische Krieg.
Nach diesem bestrick der furchtbarste Feldherr, den Rom widersich hatte, den Römern den Preis fünshundertjähriger Siege. Indem Heer, welches Hamilcar in Spanien zur Vertheidigung der Berg-werke und Unterwerfung der wilden Einwohner commandirte, weitvon den verächtlichen Parteiungen, die sein Vaterland schwächten,bildete er seinen Sohn Hannibal zur Kriegskunst, zur Menschen-kenntniß, zur Wahl guter Stellungen und bitterm Römerhaß, über