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Erste Band.
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240 Buch VII. Das röm. Reich unter Kaisern bis 284 n. Ehr.

Vormünder, Lehrer, viele Senatoren, viele Bürger ermordet, dengrößten Theil der Stadt leichtsinnig verbrannt, allen Ordnungen,auch den zur Natur gewordenen Sitten (wie noch nie ein Menschso öffentlich) Hohn geboten, und sowohl die Werkzeuge seiner Leiden-schaften (eine Poppäa), als in dem Senator Thrasea die TugendChr. selbst gleich blutdürstig behandelt, endlich aber der Ungeduld der Welt68. durch Selbstmord entwichen war, erneuerten sich Bürgerkriege.

Bereits war Bindex durch den altrömischcn Mann, VerginiusRufus, bezwungen; aber Sergius Galba, ein Greis von gutemHause und vortheilhaftem Ruf, wurde kaum als Cäsar angenommen,als Nerons Partei ihn umbrachte, und Salvius Otho, den Ge-Chr. fährten seiner Lüste, erhob. Es hatte in Otho der Sinnengenuß69» edle und heldenmüthige Gefühle nicht erstickt. Als bei dem teutschenHeer Vitellius vom Schmause zum Thron berufen, und seine Feld-herren in der Schlacht bei Bedriacum vom Glück begünstiget wurden,gab Otho sich den Tod, um des Bürgerblutes zu schonen. Da be-schloß das vor Jerusalem liegende Heer die Erhebung des Würdigsten;Vespasianus war im Anzug, als Vitellius die kurze Lust mit grau-samem Tod bezahlte.

Flavius Vespasianus wurde vom jüdischen Krieg zu Regierungder Welt berufen; den Rath der Vorsehung an Jerusalem vollendeteTitus, sein Sohn. Die Tyrannei römischer Landpfleger, fürchter-liche Parteiungen und hartnäckiger Irrthum in Behauptung einerHhr die Eitelkeit schmeichelnden Deutung alter Propheten kostete dreizehn-7tz. malhunderttausend Juden das Leben, der Nation ihre herrliche Haupt-stadt, und, ihren Mittelpunkt, Jehovahs Tempel. Kaum wurdedie Ausrottung aller Helvetier durch einen rührenden Redner ge-hindert. Civilis brachte Gallien in Aufstand; Germanier gingenüber den Rhein; Syrien wurde von dem Parther bedroht: indeßzu Rom in schrecklichem Parteiaufruhr das Capitolium verbrannte,Waffen, Soldatenwuth, Anklagen, alle Gassen und Gerichte