Band 
Vierter Band.
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20 Buch XXII. Frankreichs Uebrrgewlcht in Europa.

Bürgern unterdrückter Nationen die Pforten der Neuen Welt. DerJndependentengeist in den ersten Gesetzen von Connecticut (alleKönige seyen Feinde Gottes und der Menschheit; jeder Bürger sollschwören nie einen Fürsten zu erkennen, nie einen Pfaffen oderPriester zu unterhalten) zeigte was die Colonien in ihren Fort-schritten seyn könnten.

Großbritannien und Jreland blüheten unter der Herrschaft derGesetze empor: zumal die Viehzucht vermehrte sich, welche meh-rern Menschen Beschäftigung und Unterhalt gibt, als Feldbau thunkönnte. Unermeßlich stieg der Wollenhandel. Was im zweiten JahrCromwells in Jreland zehn Schillinge werth war, ertrug, nachdreißig Jahren, so viel an Interesse; eine Ausfuhr von 6000 PfundSterling stieg in einem halben Jahrhundert auf jährliche 600,000.Unter Karl l. ertrug das englische Postwesen 5000 Pfund, unterCromwell 43,000, am Ende Karls II. 85,000 (im AnfangGeorgs III. 432,000).

Capitel 10.

Der Krieg von 1667.

Bald nach dem Tod Philipps I V., Königs von Spanien, dessenTochter Maria Theresia Ludewig XI V. unter der Bedingniß ge-heirathet hatte, daß er ihrentwegen nie irgend Anspruch auf dieErbfolge machen soll, fiel der König von Frankreich unter dem1667* dorwand in die spanischen Niederlande ein, daß das eigenthümliche' Civilgesetz Brabants ihn dort mehr begünstige als in den übrigenTheilen der spanischen Monarchie. Holland führte mit den Eng-ländern, Spanien mit Portugal Krieg, Niemand hatte jenes er-wartet, der König fand keinen Widerstand.

Aber eine Eroberung von so großer Wichtigkeit erregte dieEifersucht Großbritanniens. Der Ritter William Temple wurde an