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Vierter Band.
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66 Buch XXII. Frankreich- Uebergewicht in Europa.

waren 188,000 Mann eingeschrieben. Vormals trieb jeder alleHandwerke in roher Unvollkommenheit; jetzt wurden sie abgetheilt.Hierauf zog er Leute von einerlei Gewerb, die sich zu geschwinderund besserer Arbeit helfen konnten, in große Städte zusammen.Waffen wurden zu Tula und Susterbek, Tücher zu Räschky in derUkraine fabricirt. Aufkeimender Handel bedarf die Anstrengungvereinter Kräfte; also konnte er nicht allem Alleinhandel vorbeugen:doch ließ er nur zu Petersburg und Moscow und unter obrigkeit-licher Aufsicht Innungen bestehen.

Nach so vielen großen Dingen erneuerte er die kaiserliche Würde.

Eine einige Furcht Plagte ihn, daß sein großes Werk, nachseinem Tode, gestürzt oder vernachlässiget würde. In den unauf-hörlichen Stürmen hatte er keinen ununterbrochenen Blick auf dieBildung seines Sohnes Alexej fixireu können; dieser hatte eineMutter, von der sich Peter getrennt hatte, und welche ihn gegendie Neuerungen einnahm. Der Czar hielt dafür, daß in Ernennungeines Regenten die Ehre und das Beste des Reichs allein zu be-trachten, und unfähige Prinzen in Klöstern zu versorgen wären: erkannte keinen Unterschied der Stände, als welchen die Natur undeigene Anstrengung macht. In diesem Geist wollte er, daß auchjeder Edelmann seine liegenden Güter einem seiner Söhne, den erselbst wählen könne, hinterlasse. Endlich ließ er Alexej hinrichten;weniger um eines Verbrechens willen, als weil er keine Tugendenhatte; in des Vaters Augen war das größte Verbrechen, Rußlandin die Barbarei zurückfallen zu lasten. Hierauf ertheilte er allenrussischen 'Kaisern das Recht, ihre Nachfolger zu ernennen; alleClassen der Nationen beschworen es, und (weil Peter billig nieetwas that, ohne seinen Gründen Publicität zu geben) der gelehrtesterussische Geistliche, TheophaneS Prokopowitsch, zeigte die Vortheiledieser Einrichtung. Er selbst wurde von dem Tod überrascht, eheer dieses Recht üben konnte.