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Vierter Band.
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Eap. 18. Nordamerika.

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Bei der ostindischen Compagnie waren 1738 Engländer, 420 Fremde,jene für etwa zwei Millionen, diese für 684,000 Pf. St. interesfirt,und nach der Bilanz des Jahrs 1771 blieben der Compagnie nachAbzug ihrer Schulden 220,000 Pf. St. baar, 5,300,000 an Waaren.Das in Westindien an Gütern, Sklaven und Gebäuden stehendeCapital wurde zu 30 Millionen berechnet; Zucker und Rum brachtenjährlich 4 Millionen.

Die Volksmenge, welche sich in Europa, nach ihrem Stand,wie man sie seit einem halben Jahrtausend kennt, während dieserlangen Periode in den meisten Ländern nur Einmal verdoppelte,verdoppelte sich in Nordamerika innert fünfundzwanzig Jahren. Acht-zigtausend Engländer waren dahin ausgewandert, und schon stiegihre Nachkommenschaft über eine Million. In gleicher Verhältnißnahm der Reichthum zu: die Ausfuhr Neuenglands war im An-fang des Jahrhunderts von 70,000, siebenzig Jahre später von800,000 Pf. St.; über tausend siebenzig Schiffe, bei 29,000 Eng-länder waren mit dem amerikanischen Handel beschäftigt, undAmerika bezahlte sie aus dem Gewinn seines Handels mit Westin-dien, Afrika, Portugal und Spanien.

Die Verfassung der nordamerikanischen Colonien hatte ein ur-sprüngliches Gepräge von Freiheit. Der König ernannte einenGouverneur Neuenglands; alle Landeigenthümer erwählten einenRath von XXVII l Mitgliedern. Militärische Macht war fast un-nöthig; die Landenge, die den Hafen bedeckenden Inseln warenSchutzwehren der Natur. In Rhode-Jsland wurde der Gouverneurund sein Stellvertreter, so wie der Rath vorn Volk gewählt; injedem Criminalfall, wenn er nicht Hochverrath, Meuchelmord oderSeeräuberei betraf, übte das Volk das Begnadigungsrecht. Mittenin schönen Gärten, unter sanftem Himmelsstrich, in gesunder Lust,erhob sich Philadelphia, die Stiftung des tugendhaften Penn; vomLandertrag lebte die Stadt, der Fleiß ihrer Bürger bereicherte sie;